Gottesdienst mit Landesbischöfin Dr. Beate Hofmann am 3.10.2020



Neue Pfarrerin für Vertretungsaufgaben


Pfarrerin Dorothea Wecker ist die neue Pfarrerin für Vertretungsdienste im Kirchenkreis Werra-Meißner. Als erste Aufgabe übernimmt sie die Vertretung in der Pfarrstelle Berneburg. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes, in dem ihre Vorgängerin Pfarrerin Heide-Michaela Panke bedankt und verabschiedet wurde, wurde Pfarrerin Dorothea Wecker in Heyerode am 9. August von Dekanin Ulrike Laakmann in ihr Amt eingeführt. Pfarrerin Panke hat bereits seit 1. Mai 2020 neue Vertretungsaufgaben in Langenhain und Vierbach übernommen. 



Gemeinschaft ist für ihn das Wichtigste Verabschiedung von Martin Laakmann nach 36 Dienstjahren als

Nach 36 Dienstjahren als Pfarrer wurde Martin Laakmann in Werleshausen mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel in den Ruhestand verabschiedet. Acht Jahre lang leitete der Theologe die Gemeinden Neuseesen und Werleshausen, davor war er über 18 Jahre in Großenritte bei Kassel tätig. Seine Ehefrau, Ulrike Laakmann, ist Dekanin des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner. Zum Abschied kamen Mitglieder und Weggefährten aus allen bisherigen Gemeinden des Seelsorgers und wünschten ihm alles Gute für den Ruhestand. Nun kann er sich ganz seinem Hobby widmen und als Vogelkundler die Natur durchstreifen.

In seiner Predigt fragte Pfarrer Martin Laakmann sich, welchen Platz er im metaphorischen Bild von Gottes Ackerfeld und dem Bau dessen Kirche einnehme. „Wir alle gemeinsam sind die Kirche“, sagte er. „Ich sehe mich nur als einen Puzzlestein in diesem Bild. Doch wenn ein Puzzlestein fehlt, ist das Bild nicht vollständig.“ Zusammen müssten alle Mitglieder der Kirche den Weg durch diese Zeit suchen, die gerade nicht einfach sei. Die Gemeinschaft sei für ihn das Wichtigste, Konfessionsgrenzen hingegen nicht. Martin Laakmann sucht stets das Verbindende, nicht das Trennende. Sich miteinander für Nächstenliebe, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen und den Menschen dabei auf Augenhöhe zu begegnen, seien immer seine Ziele gewesen.

Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, die Martin Laakmann als Pfarrer vom Dienst entpflichtete, entwarf das Bild eines Gärtners, der in seiner Gemeinde säte, jätete, hütete und groß und dabei immer am Boden blieb. „Bodennähe heißt auf Latein humilitas und wird mit Demut und Bescheidenheit übersetzt“, sagte sie. Martin Laakman zeichnete sich in seinem Beruf durch menschliche Bildung aus, durch Weitblick, die Fähigkeit zuhören zu können und immer den richtigen Ton zu finden. Er sei ein begeisterter Chorsänger, ein naturwissenschaftlich gebildeter Theologe, und jemand, dem Frieden und Gerechtigkeit am Herzen lägen. Für den Kirchenkreis sei er als Umweltbeauftragter die perfekte Besetzung gewesen.

Als neue Pfarrerin in Neuseesen und Werleshausen folgt ihm Kerstin Ortmann nach. Mit Grußworten wurde Martin Laakmann von Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz ebenso gewürdigt, wie von den Ortsvorstehern Peter Rhode/Werleshausen und Karl-Ernst Küstner-Wetekam/Neuseesen. Die Mitglieder der Kirchenvorstände und des Chors, die Lektorinnen, sowie die Leiterin des Kindergartens dankten ihrem Pfarrer und ließen noch einmal Erinnerungen an die gemeinsame Zeit revuepassieren. „Martin Laakmann war als Pfarrer immer herzlich, offen und präsent“, sagte etwa Ute Jansen Franke und kündigte an, dass die nächste „Rocknacht“ in Neuseesen ihm gewidmet sein solle. Der künftige Ruheständler selbst möchte für die Menschen, die ihn kennen, „nur noch der Martin sein, nicht mehr der Pfarrer.“

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