Benefizkonzert für die Ukraine in Witzenhausen

Am Dienstag, 17. Mai 2022, 19.30 findet in der Liebfrauenkirche ein Benefizkonzert zur Unterstützung der Ukraine statt.

Es musizieren und rezitieren Kulturschaffende aus und um Witzenhausen herum (u.a. The Saints (Laudenbach) * A gospella * Kantorei der Liebfrauenkirche * Kesse Kerle (Kassel) * Kinderchor). Der Erlös kommt ohne Abzüge Flüchtlingen aus der Ukraine zugute, die hier aufgenommen worden sind.


Freuen Sie sich auf ein stilistisch buntes Programm: genau so vielfältig wie die Auftretenden: von klassischer Kirchenmusik über Kammermusik und Schlager der 30er Jahre bis hin zu Bandformaten.  


Die Kirchengemeinde und der Förderverein Kirchenmusik in Witzenhausen unterstützen uns bei der Durchführung.


Das Konzert findet nach den aktuellen Coronaregeln des Landes Hessen statt.

Frauenmahl auf Burg Ludwigstein - nur noch 10 Plätze frei!

Im Kirchenkreis Werra-Meißner freuen wir uns auf das 3.Witzenhäuser Frauenmahl auf Burg Ludwigstein am 14.5.2022 von 17-21 Uhr - unter anderem mit Bischöfin Dr. Beate Hofmann. Noch sind nur noch etwa 10 Plätze frei, dann gibt es eine Warteliste! 

Bitte melden Sie sich an über dekanatsbuero.werra-meissner@ekkw.de oder telefonisch 05542/3347 - wir freuen uns auf interessante Impulse, lebendige Gespräche und ein festliches Mahl!  

Coronavirus-Schutzmaßnahmen aktuell

Prälat Burkhard zur Nieden beginnt die aktuelle Email zu den Corona-Regelungen und Empfehlungen am 9.Mai 2022 mit dem ausdrücklichen Dank für den vorsichtigen und verantwortlichen Kurs, der für Gottesdienste und andere Kirchliche Veranstaltungen mitgegangen wurde. Für den Kirchenkreis Werra-Meißner unterstreichen wir den Dank an alle Verantwortlichen und Mitwirkenden in den Gemeinden unbedingt! Der Prälat schreibt weiter:

 

"Das Land Hessen hat am 3. Mai die Basisschutzmaßnahmen bis zum 26. Mai verlängert und damit die Regelungen weiterhin und weitgehend gelockert. Während an vielen Orten die Lockerungen sichtbar werden, bleiben die Inzidenzen hoch. Während die Eigenverantwortung und der Eigenschutz neu betont werden, gilt je nach Situation weiterhin besondere Fürsorge. Vor diesem Hintergrund sehen wir die gottesdienstliche Situation so, dass sie nicht mehr grundsätzlich vereinheitlichend, sondern sinnvoll situativ zu empfehlen ist. Die kirchenmusikalischen Regelungen werden zu gegebener Zeit weiter überarbeitet und verändert.

 

Insofern ist für den Gottesdienst festzuhalten: Von grundsätzlichen Empfehlungen zu 3-G-Regelungen bzw. AHAL-Gottesdiensten mit Maskenpflicht und Abstand sehen wir ab. Angesichts der Schwellensituation zwischen gesellschaftlicher Lockerung und gebotener Fürsorge sind die örtlichen Entscheidungen wichtiger und notwendiger denn je; auch wenn wir wissen, dass Sie je nach Regelung zum Teil besondere Reaktionen erfahren werden.

 

  1. Bitte entscheiden Sie situationsbezogen bei der Frage, ob der Gottesdienst mit oder ohne Abstand und Maske gefeiert wird. Dazu gehört die Anzahl der Gottesdienstbesucher*innen, die Zielgruppe und ggf. Risikogruppen und die Größe des Kirchenraums. Bei z. B. kleinen Kirchen und vielen Besuchern, bei vollen Konfirmationsgottesdiensten usw. raten wir weiterhin zu Masken und Abstand zwischen Familiengruppen. Solche „Einschränkungen“ können über das sog. Hausrecht geregelt werden. Es kann sinnvoll sein, FFP2-Masken für Menschen anbieten zu können, die sich angesichts der konkreten Situation schützen wollen.

 

  1. Der erwartbar „normale“ Gottesdienst kann ohne Maske gefeiert werden. Wir gehen davon aus, dass in diesen Gottesdiensten Menschen verantwortlich agieren und auf Abstände achten. Vor Ort können weiterhin Bankreihen unbesetzt bleiben, um Abstände nach vorne hin zu ermöglichen.

 

  1. Reine Kasualgottesdienste können nahelegen, auf Maske und Abstand zu verzichten. Hier sollte zwischen Liturg*innen und Familien bzw. Feierenden im Vorfeld gesprochen werden. Bei Trauungen und Jubiläumshochzeiten, bei denen zum Beispiel die anschließende Feier in Gaststätten ohne Maske stattfinden wird, kann mit guten Gründen auf eine Maskenpflicht und Abstand im Gottesdienst verzichtet werden.

 

  1. Bei Taufen im Gemeindegottesdienst wäre situativ und eher vorsichtig zu entscheiden. Die Taufgesellschaft wird ohne Abstand beieinandersitzen. Bei kleinen Kirchen bzw. engen Situationen legt sich das Maskentragen wiederum nahe. Bei großen Kirchen und hohen Räumen kann es denkbar sein, auf Masken zu verzichten bzw. die Abstandsverantwortung den Besucherinnen zu überlassen.

 

  1. Bei (Friedens-)Andachten, die auf engem Raum stattfinden und wo Menschen nah beieinanderstehen und singen, können Masken weiterhin sinnvoll sein. 


Neues Gesicht am Kloster Germerode

Frauke Leonhäuser übernimmt Pfarrstelle für Spiritualität und Geistliches Leben


Die Pfarrstelle für Spiritualität und Geistliches Leben der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) wird neu besetzt: Am 1. April übernimmt Frauke Leonhäuser die Landeskirchliche Pfarrstelle, die an das Kloster Germerode (Werra-Meißner-Kreis) angegliedert ist, und damit auch die Geschäftsführung des Tagungshauses Kloster Germerode. Sie folgt auf Pfarrer i.R. Dr. Manfred Gerland. Die 57-Jährige ist seit 27 Jahren Pfarrerin, zuletzt in der Gemeinde Niestetal im Kirchenkreis Kaufungen. Zuvor war sie Leiterin der Telefonseelsorge in Fulda.

Ihre neue Aufgabe sieht Frauke Leonhäuser darin, „Wege zur Quelle unseres Glaubens zu suchen und zu gestalten und andere auf dem Weg zu begleiten“. Sie möchte das Kloster Germerode „als spirituellen Ort in unsere Landeskirche ausstrahlen lassen“ und Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Frömmigkeitsprofilen einladen, erläutert die Pfarrerin. Am Sonntag, 12. Juni, 14 Uhr, wird sie mit einem Gottesdienst offiziell in ihr Amt eingeführt.

 Das Kloster Germerode, am Fuß des Hohen Meißners gelegen, ist ein geistliches Zentrum in Nordhessen: ein Ort, um inne zu halten, Kraft zu schöpfen und Orientierung zu finden. Weitere Informationen sowie das Tagungs- und Veranstaltungsprogramm gibt es unter www.kloster-germerode.de



Aufruf russischer Frauen zum Frauentag

Aufruf der Frauenorganisationen aus St. Petersburg und Russland:

Am 8. März: Blumen niederlegen,gesamtrussische Kampagne

Wir, die Frauen Russlands, weigern uns in diesem Jahr, den 8. März zu feiern:

Schenken Sie uns keine Blumen, gehen Sie lieber hinaus und legen Sie sie zum

Gedenken an die toten Zivilisten der Ukraine (etwa 300 Tote, darunter auch

Kinder) nieder, gegen die unser Land aggressive Militäraktionen entfesselt hat.

Oder legen Sie die bereits geschenkten Blumen an den Denkmälern für die

Gefallenen nieder: Blumen sind besser als Kugeln.

Von 12:00 bis 16:00 Uhr laden wir alle dazu ein, an jedem Denkmal für den Großen

Vaterländischen Krieg in Ihrer Stadt Blumen niederzulegen. Die Opfer dieses

Krieges werden von der Putin-Regierung schamlos als Deckmantel benutzt,

während sie Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung eines anderen Landes

begeht. Zeigen Sie dem ukrainischen Volk, den Frauen und Kindern der Ukraine,

dass Sie mit ihnen trauern, zeigen Sie ihnen, dass die Mütter und Ehefrauen

Russlands nicht bereit sind, ihre Söhne und Ehemänner in Zinksärgen zu

empfangen. Nein, zeigen Sie nicht nur Solidarität, kämpfen Sie dafür, dass das

Blutvergießen aufhört!

Der 8. März ist der Tag des Kampfes für die Rechte der Frauen. Heute kämpfen wir

für den Frieden für ukrainische Frauen und Männer, wir kämpfen für die Freiheit

der russischen politischen Gefangenen, unter denen sich jedes Jahr mehr Frauen

befinden. Dieses Jahr ist der 8. März für uns ein Tag der Wut und der Trauer: Wir

bitten Sie, ohne Plakate zu kommen und Schweigeminuten an den Denkmälern zu

organisieren. Das Konzept der heutigen Kampagne ist die Solidarität.

Viele Jahre lang hat die staatliche Propagandamaschine den 9. Mai zu ihrem

Vorteil genutzt. Hinter den ostentativen Worten des Friedens verbarg sich die

Kriegslüsternheit. Wir leben in der Realität des "Wir können wiederholen" statt

des "Nie wieder". In diesem Jahr ist der 8. März der neue 9. Mai: der Tag des

Kampfes gegen Militarismus, imperiale Kriege und schreckliche Verluste auf

beiden Seiten.

Wir können nicht garantieren, dass Sie nicht verhaftet werden. Wir glauben, dass

Verhaftungen an einem Trauerort nur das Fehlen von Ehre und jeglichen

Prinzipien dieses Polizeistaates und eines autoritären Regimes demonstrieren

würden.

Wie man mitmacht:

Wählen Sie ein beliebiges Denkmal des Zweiten Weltkriegs in Ihrer Stadt (es

spielt keine Rolle, wie bemerkenswert es ist, es kann eine Stele, ein Denkmal,

eine Gedenktafel usw. sein);

Friedensgebet

Friedensgebet2.pdf

Ukrainekonflikt: EKKW ruft zum Friedensgebet auf

Der Ev. Kirchenkreis Werra-Meißner wird dem nachstehenden Aufruf der Landeskirche folgen. Dekanin Laakmann bittet die Gemeinden in Solidarität und in Gedanken an die Menschen in der Ukraine um 12.00 Uhr täglich die Glocken zu läuten.

In einigen Orten finden bereits Friedensgebete statt, alle Gemeinden werden ermutigt  zum gemeinsamen Innehalten und Beten für den Frieden aufzurufen.



Ukrainekonflikt: EKKW ruft zum Friedensgebet auf


Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ruft angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine dazu auf, an die betroffenen Menschen zu denken und um Frieden zu beten. Ebenso wie in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und im Bistum Fulda läuten jeden Mittag um zwölf Uhr die Glocken in den Gemeinden und laden zum Innehalten und zum Gebet ein.

"Es ist Krieg in Europa. Das ist ein Bruch des Völkerrechts. Das ist etwas, was die Menschen in Europa nicht wollen, und es ist ein Krieg von Diktatur gegen Demokratie", sagt die Bischöfin der EKKW, Dr. Beate Hofmann. Sie bezeichnet die Situation als sehr beängstigend. "Ich hoffe sehr, dass es der Weltgemeinschaft und unseren Politikerinnen und Politikern gelingt, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden und dafür zu sorgen, dass hier kein gesamteuropäischer Krieg oder gar ein Weltkrieg entsteht", so die Bischöfin. Darum sei es wichtig, im Gespräch zu bleiben und diplomatische Wege zu suchen.

"Wir hier in Hessen können zeigen, dass wir an die Menschen in der Ukraine denken, über die sozialen Medien, über Demonstrationen, aber eben auch über Friedensgebete", erläutert Bischöfin Hofmann. "So ein Gebet verbindet meine Gedanken, Gefühle, meine Sehnsucht nach Frieden mit den Gedanken und Hoffnungen und Wünschen anderer Menschen und es richtet uns alle aus auf Gott, der ein Gott des Friedens ist. So wirkt das Gebet nach innen, nach außen und nach oben."

Friedensgebete im Kirchenkreis Werra Meißner

Zu Friedensgebeten im Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner laden wir herzlich ein - zum Beispiel:

sonntags um 18 Uhr im Kirchspiel Neu-Eichenberg 

montags um 17 Uhr vor der Liebfrauenkirche in Witzenhausen

montags um 18 Uhr auf dem Marktplatz Allendorf

montags um 19 Uhr im Kirschspiel Oberrieden (wechselnde Orte)

mittwochs um 18 Uhr im Kirchspiel Herleshausen-Nesselröden (wechselnde Orte)

mittwochs  um 18 Uhr in Reichensachsen in der Kirche

freitags um 17.30 Uhr in Niederhone und Oberhone 

freitags um 18 Uhr in der Stadtkirche in Hessisch Lichtenau


5 Minuten für den Frieden - jeden Abend läuten die Glocken um 20 Uhr in Bischhausen und Kirchhosbach   



Wir beten....

  

Kirchenkreis auf Instagram

Seit einigen Wochen ist der Evangelische Kirchenkreis auch auf Instagram zu finden. Einen der neuesten Beiträge über den Besuch der Bischöfin auf der Pfarrkonferenz veröffentlichen wir auch hier - schauen Sie doch einmal vorbei!  

Pfarrer Janosz König ist der neue Pfarrer für Langenhain und Vierbach

Im Oktober wechselte Pfarrer Janosz König als Neuzugang aus dem Evangelischen Kirchenkreis Hersfeld Rothenburg in den Evangelischen Kirchenkreis Werra Meißner. Im Kirchspiel Oetmannshausen vertritt er bis 2026 den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer als Pfarrer in Langenhain und Vierbach. Janosz König wurde in Kirchheim-Bolanden in Rheinland-Pfalz geboren, wuchs aber am Niederrhein auf. Eigentlich wollte er als Jugendlicher Tierarzt werden, denn seine sportliche Liebe gilt den Pferden und dem Springreiten, doch er entschied sich schließlich für die Theologie.

„Geprägt bin ich von Hause aus durch die Nähe zum Reformator Calvin und den Heidelberger Katechismus“, sagt er. Sein Studium begann er in Bethel und musste dort gleich eine Hürde überwinden: Alle drei Sprachen galt es zunächst zu lernen, Latein, Griechisch und Hebräisch. Aber Janosz König meisterte diese Aufgabe und wechselte anschließend nach Münster und Marburg, wo er seine spätere Ehefrau kennenlernte, eine Hessin. So kam der junge Pfarrer über das Vikariat in Meringshausen bei Bad Arolsen und seine erste Stelle in Wildeck nach Nordhessen. „Ich bin sozusagen ein Beutehesse“, sagt er munter. Seine Frau, Annette König, ist Pfarrerin in Nentershausen, gemeinsam haben sie zwei drei und sechs Jahre alte Kinder. Zugleich hat der Pfarrer seine alte Leidenschaft aber noch nicht ganz abgelegt, denn er ist auch Vorsitzender des Reitvereins Richelsdorf.

Nach neun Jahren als Pfarrer in Wildeck suchte Janosz König jedoch neue Herausforderungen. Mehr als eine halbe Stelle möchte er nicht machen, um sich um seine Familie kümmern zu können. Deshalb war die Stelle in Langehain und Vierbach perfekt für ihn. In seiner Arbeit ist es ihm wichtig, nah bei den Menschen zu sein und gemeinsam mit seiner Gemeinde zu arbeiten. Während der Corona-Pandemie hat er verstärkt die Sozialen Netzwerke genutzt, um die Menschen über neuen Medien zu erreichen, etwa auf Facebook oder Instagram (@nahbeidenmenschen), oder er hat Video-Gottesdienste aufgezeichnet. „Viele Menschen sind der Kirche zwar noch verbunden, aber sie besuchen nicht mehr die Gottesdienste am Sonntag“, sagt er. Dennoch hat er auch immer Präsenz-Gottesdienste gefeiert, damit auch diejenigen Gemeindemitglieder, die nicht online unterwegs sind, ein Angebot bekommen.

Am ersten Advent um 18 Uhr werden in Langenhain auf dem Sportplatz die neuen Konfirmanden begrüßt. Anschließend feiert die Kirchengemeinde gemeinsam mit allen örtlichen Vereinen ein Grillfest. 


Engagierte Diskussion beim synodalen Studientag

Engagiert diskutierten über 60 Synodale aus allen Kooperationsräumen beim digitalen synodalen Studientag den ,Auftrag der Kirche' - gerade in dieser Zeit. Die Landessynode hat die Diskussion für alle Kirchenkreise angestoßen. Als Mitglied der landeskirchlichen Steuerungsgruppe erläuterte Pröpstin Wienold-Hocke die Aufgabenstellungen und nächste Schritte im landeskirchlichen Prozess. Erste Ideen und Anfragen wurden auf dem Studientag in Kleingruppen und im Plenum ausgetauscht - in den Kooperationsräumen soll das Gespräch noch weitergehen.    

Kirchenkreis unterzeichnet für Klimagerechtigkeit

Für den Kirchenkreis Werra-Meißner haben sich der Kirchenkreisvorstand und der Pfarrkonvent der Resolution zur Klimagerechtigkeit angeschlossen, die über 85 kirchliche Organisationen bundesweit unterstützen und zum 3.Ökumenischen Kirchentag vorgelegt haben. Auch "Churches for future aus Hessisch Lichtenau" und überhaupt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören zu den Unterzeichnenden.

Die Resolution fordert politisch Verantwortliche auf Bundes- und Landesebene dazu auf, Klimaschutz zum Maßstab des Handelns in allen Sektoren zu machen. Zugleich unterstreicht der Aufruf den Einsatz der Kirchen für mehr Klimagerechtigkeit sowie die Entschlossenheit, dazu selbst beizutragen. "Bei der Resolution allein kann es nicht bleiben!" teilte Dekanin Laakmann aus dem Kirchenkreisvorstand mit, "wir bitten den Umweltausschuss und die Gemeinden, weiter an konkreten Umsetzungen vor Ort zu überlegen!"          

Kreissynode verabschiedet Schutzkonzept vor sexualisierter Gewalt und unterstützt Resolution

Enttabuisierung ist die Voraussetzung für Prävention

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner beschließt das Konzept zum Schutz vor sexueller Gewalt nahezu einstimmig

Die zweite digitale Synode 2021 des Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner stand im Zeichen eines besonders sensiblen Themas, das viele der fast 100 Synodalen an diesem Abend aufgewühlt und auch erschüttert hat: Die Synode beschloss nahezu einstimmig, das Schutzkonzept der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen Waldeck zum Schutz vor sexualisierter Gewalt auf Ebene der Gemeinden im Kirchenkreis umzusetzen. Aufwühlend war vor allem, was die Experten und Expertinnen, die sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigen, aus ihrer Praxis zu berichten hatten, die damit die Dringlichkeit des Themas unterstrichen.

So erläuterte Jugenddiakonin Jennifer Grandt aus Witzenhausen Trends unter Jugendlichen wie etwa TG-Treffen, bei denen die Heranwachsende gegen Taschengeld Sex anböten. Oder dass Jugendliche über die Sozialen Netzwerke durchschnittlich bereits mit 14 Jahren das erste Mal mit harter Pornografie konfrontiert seien. Alexander Först, Jugendkoordinator der Polizei in Eschwege, berichtete von der zunehmenden Verbreitung von Kinderpornografie über das Internet. Birgit Reppmann vom Staatlichen Schulamt stellte fest, dass sexuelle Übergriffe in Schulen auch unter den Schülern stattfänden, während Eleanor Schellhase vom Jugendamt in ihrer täglichen Arbeit die Probleme im familiären Umfeld im Blick hat.

„Zur Prävention gehört auch die Enttabuisierung des Themas und die Sensibilisierung des Personals“, sagte Andrea Itter von der Kita-Fachberatung der Diakonie Hessen. Sonst könne man mit den Betroffenen gar nicht sprechen. In der Diskussion der Synodalen in Kleingruppen wurde anschließend deutlich, wie hoch der Informationsbedarf ist und wie wichtig es ist, dass die Anlaufstellen für professionelle Hilfe bekannt sind. Information und Schulung ist als ein Baustein des Schutzkonzepts, das im Kirchenkreis nun umgesetzt wird, bereits verankert, erklärte Prof. Dr. Thomas Zippert, landeskirchlicher Koordinator zum Thema sexualisierte Gewalt. Weitere Bausteine sind die Risikoanalyse, die Erstellung von Verhaltensnormen oder die Prüfung der Eignung aller Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen. 

Die EKD hat für Betroffene die telefonische Anlaufstelle.help eingerichtet, die unter Tel. 0800 5040 112 erreichbar ist. Zudem möchte sich die Kirche im Werra-Meißner-Kreis mit den bestehenden Hilfeangeboten, etwa der Beratungsstelle „Allerleirauh“ des Vereins Frauen für Frauen, in Zukunft noch stärker vernetzen. Auch die Aufarbeitung gemeldeter älterer Fälle müsse gefördert werden, sagte Pröpstin Katrin Wienold-Hocke und betonte in einer Videobotschaft: „Jeder einzelne Fall nötigt zum Handeln. Alleine lassen geht in einer Kirche der Nächstenliebe nicht!“

Geleitet wurde die digitale Synode souverän von Präses Ludger Arnold. Grüße sandten neben Jens Ritter, Präses der Kreissynode Mühlhausen, Landrat Stefan Reuss und per Video Propst Mart Jaanson aus Valga in Estland. Dekanin Ulrike Laakmann stellte der Zusammenkunft in ihrer Andacht Gedanken der Theopoetin Carola Moosbach voran, die in ihren Texten den Apell gab, auch in den dunkelsten Momenten in diesem seltsamen Leben „trotzdem wieder aufzustehen“. Die Dekanin erinnerte zudem an die zahlreichen und vor allem älteren Menschen, die durch die Pandemie im Kirchenkreis verstorben sind.

Schließlich stellte Torsten Möller die Arbeit des neuen Umweltausschuss des Kirchenkreises Werra-Meißner vor. Mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen die Synodalen eine Resolution, in der sie sich hinter die Kritik stellen, die im Werra-Meißner-Kreis an der geplanten Trassenführung der Starkstromtrasse SuedLink bereits geäußert wurde. Die Resolution betont aber darüber hinaus auch: „Die Kreissynode spricht sich für den dezentralen Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und für regionale Energie-Versorgungsstrukturen aus.“