Auf der Spur von Hildegard von Bingen - Maria, Eva & Co. am 15. Oktober auf Burg Ludwigstein

Im bewährten Format "Maria, Eva und Co." lädt die Frauenarbeit im Kirchenkreis herzlich ein zu einem thematischen Nachmittag auf den Spuren von Hildegard von Bingen (s. Flyer). Bitte melden Sie sich für die interessante Spurensuche an bei b.buerkert@ekkw.de oder Ch. Behringer 05542/5899.

Einführung von Pfarrer Janosz König in Langenhain und Vierbach

Pfarrer Janosz König übernimmt die Gemeinden in Langenhain und Vierbach im Kirchspiel Oetmanshausen

Pfarrer Janosz König wechselt vom Evangelischen Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg in den Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner. Mit einer halben Stelle übernimmt der Seelsorger, der mit seiner Familie in Nentershausen wohnt, die Gemeinden Langenhain und Vierbach. Sie gehören zum Kirchspiel Oetmannshausen, in dem Pfarrer König nun zusammen mit Pfarrer Karsten Leischow den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer vertritt. Die Vertretungs-Pfarrstelle in Langenhain und Vierbach hatte zuvor Pfarrerin Heide Michaela Panke inne. 

Am Tag der deutschen Einheit, an dem auch das Erntedankfest gefeiert wurde, führte Dekanin Ulrike Laakmann den Pfarrer bei einem Open-Air-Gottesdienst auf dem Sportplatz in Vierbach in sein Amt ein. „Pfarrer König beginnt seine Stelle in einer Zeit des Aufbruchs, in der wir neu und anders über den Auftrag der Kirche nachdenken müssen“, sagte Ulrike Laakmann. „Für die Herausforderungen der Zukunft braucht es auch etwas Mut.“ Janosz König könne sich diesen Aufgaben jedoch stellen, betonte die Dekanin, das habe er schon bewiesen. Während der Pandemie habe er versiert Gottesdienste per Video-Stream abgehalten und die Menschen auch in den Sozialen Netzwerken mit seinem Instagram-Auftritt #nahbeidenmenschen abgeholt.

Janosz König wurde am Niederrhein geboren und studierte Theologie in Bethel, Münster und Marburg. In Treysa wurde er ordiniert und begann seine erste Pfarrstelle 2012 in Nordhessen. Er hat Erfahrungen gesammelt als ,Baupfarrer‘ für Kirchtürme und Glocken und als ,Prediger to Go‘. Seit seiner Jungend ist er außerdem aktiver Reiter. „Doch statt hoch zu Ross agiert Janosz König als Pfarrer bodenständig und auf Augenhöhe mit den Menschen“, sagte Dekanin Ulrike Laakmann. 

In seiner Predigt schloss sich Pfarrer König der Aktion zum 3. Oktober an: „Deutschland singt für Einigkeit, Freiheit und Hoffnung.“ Zu singen, gebe den Menschen Mut und Zuversicht. Dass die Gemeinden in der Pandemie im Gottesdienst auf den Kirchengesang verzichten mussten, sei nicht leicht gewesen. „Gottesdienste ohne Gesang sind nur halb so schön, deshalb ist es gut, dass wir jetzt wieder aus vollem Herzen singen können“, sagte er. Als Vertreter der beiden Kirchenvorstände in Langenhain und Vierbach überreichten Andrea-Müller Brandl und Alexander Marth dem Pfarrer unter anderem eine warme Hoodie-Jacke mit der Aufschrift „Pfarrer“. So wird der Neue gleich von allen erkannt.


Herbstsynode in Sontra - wir haben gewählt

Die Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner wählt die Delegierten für die Landessynode

Zum vierten Mal in diesem Jahr kamen der Evangelische Kirchenkreises Werra-Meißner zur Synode zusammen, und endlich konnten sich sie Synodalen im Bürgerhaus in Sontra wieder persönlich treffen. Am Tag des globalen Klimastreiks eröffneten Dekanin Ulrike Laakmann und ihr Stellvertreter, Ralph Beyer, die Tagung mit einer Andacht zum Klimaschutz. „Ist es 5 vor 12?“ fragten sie und beteten für die Menschen, die nun politische Verantwortung übernehmen müssen, um der Klimakrise zu begegnen und ebenso für die Menschen in aller Welt, die unter den verheerenden globalen Folgen leiden. Präses Ludger Arnold führte durch die umfangreiche Tagesordnung.

So wandte sich Landrat Stephan Reuß, der noch in diesem Jahr aus dem Amt ausscheidet, zum letzten Mal an die Synode und dankte für die gute Zusammenarbeit auf Kreisebene. „Wir sind uns immer auf Augenhöhe begegnet, haben gemeinsam um die besten Lösungen gerungen und immer Kompromisse gefunden“, sagte er. Gerade die letzten 18 Monate hätten die Verantwortlichen sehr gefordert. Er erinnerte an alle Menschen im Kreis, die die Pandemie nicht oder nur mit Spätfolgen überstanden haben. Außerdem erinnerte er an das Jahr 2015, als gemeinsam mit der Kirche viele Projekte entstanden seien, um Flüchtende mit einer Welle der Hilfsbereitschaft im Kreis aufzunehmen. Er mahnte aber auch, stets vorsichtig mit dem Rotstift umzugehen: „Wir dürfen keine erreichten Standards aufgeben, um die Finanzen zu sanieren, die Auswirkungen spüren wir noch Jahre später.“

Gewählt wurden an diesem Abend die Delegierten, die den Kirchenkreis auf der Landessynode vertreten sollen. „Wir hatten ein großes Feld von richtig guten Kandidaten“, sagte Dekanin Ulrike Laakmann. „Unser Ziel war es, eine gute Mischung von Erfahrung und neuen Impulsen auszusenden, und das ist der Synode gelungen. Die ehemaligen Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen sind zudem in einem guten Verhältnis vertreten.“ Gewählt wurden: Ludger Arnold, Ute Bachmann, Pfarrer Frieder Brack, Pfarrerin Jennifer Keomanee und als ihre Stellvertreter: Daniel Kohl, Lars Reuter, Pfarrerin Sabrina Wascholowski und Pfarrer Ralph Beyer. Zwischen den Wahlgängen überbrachten Pröpstin Kathrin Wienold-Hocke und Superintendent Andreas Piontek vom Kirchenkreis Mühlhausen den Synodalen ihre Grüße.

Pfarrer Christoph Dühr stellte den Zweckverband evangelische Tageseinrichtungen für Kinder im Werra-Meißner-Kreis vor. In ihm haben sich Kirchengemeinden zusammengeschlossen, um die Pfarrerinnen und Pfarrer in ihrer Arbeit in der Trägerschaft der Kindertagesstätten zu entlasten. Nun soll der, bisher von sieben Kitas gebildete, Zweckverband erweitert werden. Er wünschte sich als Perspektive, dass alle 18 evangelischen Kitas im Kirchenkreis in diesem Verbund zusammengefasst sein könnten. Mit einer weiteren sozialpädagogischen Stelle im geschäftsführenden Vorstand könnten dann künftige Pfarrstellenanpassungen aufgefangen werden. Die Synode unterstütze einen entsprechenden Antrag an die Landeskirche. 

Außerdem bezog die Synode Stellung zu den Überlegungen, wie die neue Finanzverfassung im Kirchenkreis umgesetzt werden soll, und stellte sich hinter die vorgelegten Eckpunkte: So möchte der Kirchenkreis Kirchengemeinden, die weniger Mittel zugewiesen bekommen, ausgleichend unterstützen – zum Beispiel bei der Bewirtschaftung ihrer Gemeindehäuser oder kirchenmusikalischen Aufgaben. Die Evangelische Familienbildungsstätte sowie das Diakonische Werk sollen ebenfalls keine Nachteile in der Finanzierung erleiden. 

Pröpstin Wienold-Hocke lobte die Synode für die bereits jetzt angestellten Überlegungen, die vor der Haushaltsdebatte auf der Frühjahrssynode in den Kooperationsräumen des Kirchenkreises weiter diskutiert werden sollen. 



Klimastreik in Kassel mit Churches for future

Auch die Gruppe "Churches for future" aus Hessisch Lichtenau beteiligte sich am 24.September am klimastreik in Kassel - und traf dort Bischöfin Dr. Beate Hofmann   

Marburger Dekan Burkhard zur Nieden aus Großalmerode wird neuer Prälat

Der Marburger Dekan Burkhard zur Nieden, gebürtig aus Großalmerode, wird in 2022 die Nachfolge des amtierenden Prälaten Bernd Böttner in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck antreten. Er ist damit auch theologischer Stellvertreter der Bischöfin. 

Wir gratulieren aus dem heimatlichen Kirchenkreis und wünschen Gottes guten Segen für die neuen Aufgaben!

Ministerin besucht die Familienbildungsstätte

Festliche Einführung von Pfarrerin Sabrina Wascholowski

Ein herzliches Willkommen mit Blumen, Bläserklängen und Seifenblasen bereiteten die Gemeinden Heldra, Völkershausen und Altenburschla und Nachbarn im Kooperationsraum ,ihrer‘ Pfarrerin und Kollegin Sabrina Wascholowski nach Probedienst und erfolgreicher Bewerbung. „Drum prüfe, wer sich nicht ewig, aber doch im Rahmen der Pfarrstellenpläne für eine vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit bindet“ hatte Dekanin Ulrike Laakmann im spätsommerlichen Klappstuhlgottesdienst neben der Altenburschlarer Kirche gesagt. Festlich mitgestaltet wurde der Gottesdienst neben der Dekanin von Pfarrerin Rosemarie Kremmer und Pfarrer Gernot Hübner als , Pfarr-Team‘ im geplanten Großkirchspiel, musikalisch Mitwirkenden und Mitgliedern der Kirchenvorstände der Gemeinden. 

In ihrer eindrücklichen Predigt setzte Pfarrerin Wascholowski mit sehr persönlichen Erinnerungen an den Anschlag auf das World Trade Center vor 20 Jahren ein. Gegen die Folgen von Terror, Krieg und andere Schrecknisse warb sie um den Glauben, der nur senfkorngroß trägt und Kraft gibt. 

Im Anschluss beschenkte die Pfarrerin, die sich in den Gemeinden gern zu Hause fühlt, die Kirchenvorstände auch ihrerseits mit einem Blumengruß. Bei Zwiebelkuchen, pandemiegerecht angeboten, und guten Gesprächen klang das Einführungsfest aus. 


14. kreisweiter Freiwilligentag am 11. und 18. September

106 Mitmachaktionen wurden in diesem Jahr bis zum Anmeldeschluss des 14. kreisweiten Freiwilligentages gemeldet und es sind im Nachgang noch 4 weitere Anmeldungen nachgereicht worden, so Kathrin Beyer von Omnibus – die Freiwilligenagentur der Ev. Familienbildungsstätte - MGH Werra-Meißner. Am 11. und 18. September sind Bürger:innen herzlich eingeladen, sich in ihrem Ort oder in einer anderen für sie interessanten Aktion einen Tag lang zu engagieren! In allen 16 Kommunen gibt es auch in diesem Jahr wieder Aktionen, die dazu beitragen, das Ortsbild zu verschönern, beim Stolpersteine putzen in Eschwege Erinnerungskultur zu pflegen oder in den Gärten verschiedener Begegnungshäuser Beete zu gestalten und diverse andere Tätigkeiten durchzuführen und einfach mit anzupacken. Einfach machen – das war das Stichwort von Dietmar Janz, Vorstandsmitglied der Sparkasse Werra-Meißner, der mit seinem Grußwort den Engagierten seinen Dank aussprach und noch einmal kurz auf die Entwicklung der 14 Jahre Freiwilligentag einging, der mit 13 Aktionen in 6 Kommunen 2008 seinen Anfang nahm. Landrat Stefan Reuß erzählte von den Anfangsschwierigkeiten bei der Umsetzung dieser Idee – die in Großstädten ja schon seine Erfolge hatte, aber sich im ländlichen Raum nicht vorgestellt werden konnte. Die Entwicklung zeigt, es hat sich gelohnt! Einen kleinen Wermutstropfen brachte dann der stellvertretende Dekan Ralph Beyer mit seinen 7 guten Gründen, sich nicht zu engagieren. Er sagte unter anderem: „Es leidet Familie, Freunde und das Privatleben, man wird oft angemotzt und ehrenamtliche Arbeit ist nervig und anstrengend“. Die Auflösung schickte er jedoch gleich hinterher. Ehrenamt ist etwas, das das Leben erfüllt und Veränderung bringt – „ein Leben rettet, einer Oma ein Lächeln auf die Lippen zaubert, ein Dorf verschönert, Gemeinschaft nach Corona wiederbelebt“, so Ralph Beyer. In diesem Sinne freuen wir uns auf viele gelungene Freiwilligentagsaktionen mit guten Begegnungen und viel Freude am Tun. Im Übrigen wurden noch weitere Aktionen nachgemeldet! 

Musik macht Mut - EKKW-Benefizkonzerte im Werra-Meissner-Kreis

Mit dem Open-Air-Konzert "Bassissimo" wurde die landeskirchenweite Reihe der Benefizkonzerte für freischaffende Künstler*innen am 5.September durch den Bassisten Jürgen Orelly und Bezirkskantor Christopher Weik vor der Kirche in Hubenrode eröffnet. Am gleichen Abend wurde das Konzert nochmals vor der Liebfrauenkirche Witzenhausen musiziert. Weitere Benefizkonzerte folgen am 19.September als Open-Air "Toccatissimo" ab 17 Uhr vor der Kirche in Walburg und am 26.September um 16 Uhr als Orgelkonzert in der Ev. Satdtkirche in Hessisch Lichtenau.

Der Eintritt ist frei; die Spenden werden zur Unterstützung soloselbständiger Musiker*innen verwendet (siehe auch Berichte)    

Aktueller Bericht aus Indien

Zur Situation in unserem indischen Partnerkreis hat Pfarrer Rolf Hocke aktuelle News zusammengestellt.

Gebet und Spenden für Opfer der Flutkatastrophe

In diesen Tagen beten wir besonders für die Opfer der Flutkatastrophe - und für alle, die dort helfen: 

"Erschrocken und voller Mitgefühl sehen wir die Flutkatastrophe in unserer Nachbarschaft.


Wir bitten dich, Gott, sei bei den Menschen, die um ihre Angehörige trauern.

Heile die Verletzten. 

Die Vermissten lass gefunden werden. 

Gib Halt und Hoffnung denen, die ihr Hab und Gut im Schlamm verloren haben, deren Häuser zerstört sind. 


Wir danken dir für alle, die helfen.

Bewahre die, die andere retten und bergen, 

gib ihnen Ausdauer und Kraft.


Lass keine Zeit verloren gehen mit Spekulationen über Schuld. 

Mach uns wach, dass wir die Zeichen sehen und handeln, wenn Gefahr droht. 

Gib uns Einsicht in die Ursachen der Klimaveränderung.     

Lass uns schneller Konsequenzen ziehen. 


Du, unser Gott, stehst zu uns. Und wir stehen mit dir auf der Seite des Lebens." 


Für die konkrete Hilfe ruft die Diakonie Katastrophenhilfe zu Spenden auf, die den Menschen in den Flutgebieten beim Wiederaufbau helfen.


Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Evangelische Bank

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Hochwasserhilfe Deutschland

Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/



 

Ermutigender Festgottesdienst mit Bischöfin auf dem Werdchen

"Mit der Seele singen" - einen besonderen musikalischen Festgottesdienst konnten über 300 Besuchende beim "Sommer auf dem Werdchen" mit Bischöfin Dr. Beate Hofmann, Prädikant Harald Nolte, stellv. Dekan Ralph Beyer und Dekanin Ulrike Laakmann feiern. BläserInnen und SängerInnen aus dem ganzen Kirchenkreis gestalteten den Gottesdienst unter der musikalischen Leitung von Kirchenmusikdirektorin Susanne Voss, Bezirkskantor Christopher Weik, Spezialkantor Andreas Batram, Kantorin Andreaa Groß, Maximilien Göllner und Landesposaunenwart Andreas Jahn. Bischöfin Dr. Hofmann hielt die engagierte und Mut machende Predigt. Mehr unter Berichte...


Engagierte Diskussion beim synodalen Studientag

Engagiert diskutierten über 60 Synodale aus allen Kooperationsräumen beim digitalen synodalen Studientag den ,Auftrag der Kirche' - gerade in dieser Zeit. Die Landessynode hat die Diskussion für alle Kirchenkreise angestoßen. Als Mitglied der landeskirchlichen Steuerungsgruppe erläuterte Pröpstin Wienold-Hocke die Aufgabenstellungen und nächste Schritte im landeskirchlichen Prozess. Erste Ideen und Anfragen wurden auf dem Studientag in Kleingruppen und im Plenum ausgetauscht - in den Kooperationsräumen soll das Gespräch noch weitergehen.    

Kirchenkreis unterzeichnet für Klimagerechtigkeit

Für den Kirchenkreis Werra-Meißner haben sich der Kirchenkreisvorstand und der Pfarrkonvent der Resolution zur Klimagerechtigkeit angeschlossen, die über 85 kirchliche Organisationen bundesweit unterstützen und zum 3.Ökumenischen Kirchentag vorgelegt haben. Auch "Churches for future aus Hessisch Lichtenau" und überhaupt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören zu den Unterzeichnenden.

Die Resolution fordert politisch Verantwortliche auf Bundes- und Landesebene dazu auf, Klimaschutz zum Maßstab des Handelns in allen Sektoren zu machen. Zugleich unterstreicht der Aufruf den Einsatz der Kirchen für mehr Klimagerechtigkeit sowie die Entschlossenheit, dazu selbst beizutragen. "Bei der Resolution allein kann es nicht bleiben!" teilte Dekanin Laakmann aus dem Kirchenkreisvorstand mit, "wir bitten den Umweltausschuss und die Gemeinden, weiter an konkreten Umsetzungen vor Ort zu überlegen!"          

Resolution der Kreissynode zu , Südlink` vom 23.April 2021

Resolution der Synode des Kirchenkreises Werra–Meißner zur Höchstspannungsleitung (SuedLink)

Der Umweltausschuss des Kirchenkreises Werra–Meißner hat sich ausführlich mit den Argumenten der Befürworter und der Kritiker der geplanten Höchstspannungsleitung durch den Werra–Meißner–Kreis beschäftigt.

Auf der Kreissynode am 23.04.2021 wurde die folgende Resolution verabschiedet:

Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Werra–Meißner unterstützt

die vorgetragene Kritik an der von den Vorhabenträgern geplanten Trassenführung der Höchstspannungsleitung SuedLink in ihrem Abschnitt durch das Kreisgebiet des Werra–Meißner–Kreises.

Wir wenden uns damit an die Bundesnetzagentur, die die Stromtrasse im Auftrag der Bundesregierung plant.

Dabei lassen wir uns leiten von unserer Verantwortung für die uns von Gott anvertraute Schöpfung, diese zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren.

Im Werra-Meißner-Kreis sind vom Bundesamt für Naturschutz große Teile als Hotspot der Biodiversität (Nr.17) ausgewiesen. Die Naturraumwertigkeit ist hoch.

Die Kreissynode schließt sich den Stellungnahmen und fachlichen Gutachten an,

wie sie durch den Kreisausschuss des Werra-Meißner-Kreises vom 4.6.2019 und 30.4.2020

mit den entsprechenden Gutachten OECOS GmbH Hamburg vom 21.5.2019 und GOENIK GmbH, Kassel vom 10.5.2019, sowie von u.a. dem Kreisbauernverband und der BI Werra-Meißner gegen SuedLink ausführlich formuliert worden sind.

Diese zeigen deutlich die Gefahren auf, die mit der geplanten Trassenführung in einem ökologisch und hydrologisch sehr sensiblen Landschaftsraum für das Grundwasser, den Boden, die Flora, die Fauna und die Gesundheit der hier lebenden Menschen verbunden sind.

Vor dem Hintergrund der weitreichenden Bedeutung und langfristigen Auswirkungen der Entscheidungen bittet die Kreissynode um Berücksichtigung der in den Stellungnahmen vorgebrachten Argumente.

Im Falle der geplanten Höchstspannungsleitung bittet die Kreissynode um Prüfung und Auswahl der für das ökologische Gleichgewicht konfliktärmsten Alternative.

Zum Schutz der Menschen erwarten wir, dass bei der Trassenführung ein Mindestabstand von 500 m von der Wohnbebauung eingehalten wird. Besonderen Handlungsbedarf sehen wir z.B. in den Ortslagen Ringgau-Netra und Bad Sooden-Allendorf-Ellershausen.

Die Kreissynode spricht sich für den dezentralen Ausbau der Stromerzeugung

aus erneuerbaren Energien und für regionale Energie-Versorgungsstrukturen aus.

Diese sind umweltverträglicher und kosteneffizienter und haben dadurch auch eine positive Auswirkung auf die Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung.

Kreissynode verabschiedet Schutzkonzept vor sexualisierter Gewalt und unterstützt Resolution

Enttabuisierung ist die Voraussetzung für Prävention

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner beschließt das Konzept zum Schutz vor sexueller Gewalt nahezu einstimmig

Die zweite digitale Synode 2021 des Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner stand im Zeichen eines besonders sensiblen Themas, das viele der fast 100 Synodalen an diesem Abend aufgewühlt und auch erschüttert hat: Die Synode beschloss nahezu einstimmig, das Schutzkonzept der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen Waldeck zum Schutz vor sexualisierter Gewalt auf Ebene der Gemeinden im Kirchenkreis umzusetzen. Aufwühlend war vor allem, was die Experten und Expertinnen, die sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigen, aus ihrer Praxis zu berichten hatten, die damit die Dringlichkeit des Themas unterstrichen.

So erläuterte Jugenddiakonin Jennifer Grandt aus Witzenhausen Trends unter Jugendlichen wie etwa TG-Treffen, bei denen die Heranwachsende gegen Taschengeld Sex anböten. Oder dass Jugendliche über die Sozialen Netzwerke durchschnittlich bereits mit 14 Jahren das erste Mal mit harter Pornografie konfrontiert seien. Alexander Först, Jugendkoordinator der Polizei in Eschwege, berichtete von der zunehmenden Verbreitung von Kinderpornografie über das Internet. Birgit Reppmann vom Staatlichen Schulamt stellte fest, dass sexuelle Übergriffe in Schulen auch unter den Schülern stattfänden, während Eleanor Schellhase vom Jugendamt in ihrer täglichen Arbeit die Probleme im familiären Umfeld im Blick hat.

„Zur Prävention gehört auch die Enttabuisierung des Themas und die Sensibilisierung des Personals“, sagte Andrea Itter von der Kita-Fachberatung der Diakonie Hessen. Sonst könne man mit den Betroffenen gar nicht sprechen. In der Diskussion der Synodalen in Kleingruppen wurde anschließend deutlich, wie hoch der Informationsbedarf ist und wie wichtig es ist, dass die Anlaufstellen für professionelle Hilfe bekannt sind. Information und Schulung ist als ein Baustein des Schutzkonzepts, das im Kirchenkreis nun umgesetzt wird, bereits verankert, erklärte Prof. Dr. Thomas Zippert, landeskirchlicher Koordinator zum Thema sexualisierte Gewalt. Weitere Bausteine sind die Risikoanalyse, die Erstellung von Verhaltensnormen oder die Prüfung der Eignung aller Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen. 

Die EKD hat für Betroffene die telefonische Anlaufstelle.help eingerichtet, die unter Tel. 0800 5040 112 erreichbar ist. Zudem möchte sich die Kirche im Werra-Meißner-Kreis mit den bestehenden Hilfeangeboten, etwa der Beratungsstelle „Allerleirauh“ des Vereins Frauen für Frauen, in Zukunft noch stärker vernetzen. Auch die Aufarbeitung gemeldeter älterer Fälle müsse gefördert werden, sagte Pröpstin Katrin Wienold-Hocke und betonte in einer Videobotschaft: „Jeder einzelne Fall nötigt zum Handeln. Alleine lassen geht in einer Kirche der Nächstenliebe nicht!“

Geleitet wurde die digitale Synode souverän von Präses Ludger Arnold. Grüße sandten neben Jens Ritter, Präses der Kreissynode Mühlhausen, Landrat Stefan Reuss und per Video Propst Mart Jaanson aus Valga in Estland. Dekanin Ulrike Laakmann stellte der Zusammenkunft in ihrer Andacht Gedanken der Theopoetin Carola Moosbach voran, die in ihren Texten den Apell gab, auch in den dunkelsten Momenten in diesem seltsamen Leben „trotzdem wieder aufzustehen“. Die Dekanin erinnerte zudem an die zahlreichen und vor allem älteren Menschen, die durch die Pandemie im Kirchenkreis verstorben sind.

Schließlich stellte Torsten Möller die Arbeit des neuen Umweltausschuss des Kirchenkreises Werra-Meißner vor. Mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen die Synodalen eine Resolution, in der sie sich hinter die Kritik stellen, die im Werra-Meißner-Kreis an der geplanten Trassenführung der Starkstromtrasse SuedLink bereits geäußert wurde. Die Resolution betont aber darüber hinaus auch: „Die Kreissynode spricht sich für den dezentralen Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und für regionale Energie-Versorgungsstrukturen aus.“