Einladung zum Waldkirchentag

Kirchenkreis lädt zu Waldkirchentag ein

Meißner. „Der Wald ist ein Ort der Naherholung für Leib und Seele, viele Kirchengemeinden halten Anteile am Wald und zugleich führt uns das rasante Waldsterben vor Augen, welche Folgen der Klimawandel für Menschen und ihre Umwelt hat“, erklärt Pfarrer Henrik Heinicke, Vorsitzender des Umweltausschusses. Der Evangelische Kirchenkreis Werra-Meißner will sich in diesem Jahr auf vielfältige Art und Weise mit dem Thema Wald beschäftigen. Den Auftakt soll ein Waldkirchentag bilden, der am Sonntag, 20. März im Waldjugendheim auf dem Meißner geplant ist.

Im Mittelpunkt des Waldkirchentages steht das ganzheitliche Erleben des Waldes: Nach einer Andacht und einem Impulsvortrag sind verschiedene Erkundungen im Wald geplant. Neben einer Baumpflanzaktion stehen auch waldpädagogische und meditative Angebote auf dem Programm. Ranger des Geo-Naturparks sind ebenso am Waldkirchentag beteiligt, wie die Mitarbeitenden des Jugendwaldheims und die Mitglieder des Umweltausschusses. Auch die Adam von Trott Schule Sontra wird sich einbringen. Der Waldkirchentag findet von 11 Uhr bis 15 Uhr statt und bietet Möglichkeiten des Austauschs und der Vernetzung. Veranstalter ist der Kirchenkreis Werra-Meißner in Kooperation mit dem Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

Um eine Anmeldung im Dekanatsbüro bis Mittwoch, 16. März wird gebeten. Das Dekanatsbüro ist telefonisch unter (05651) 31562 oder (05542) 3347 oder per E-Mail dekanatsbuero.werra-meissner@ekkw.de erreichbar. 

Ein gesegnetes neues Jahr 2022

"Im Rückblick die Vergangenheit

ob gut oder schlecht sie ist vorbei

hinter der Biegung das Kommende

so oder so wir gehen hinein

zur Seite die anderen auf dem Weg

fremd oder nahe ich brauche sie

im Zentrum das Allumfassende

wir können ruhig sein

Du birgst dei Zeit

wir sollen laut sein

Du forderst Worte und Taten

wir dürfen getrost sein

Du wanderst mit" (Carola Moosbach)


In diesem Sinne - wandern wir gemeinsam in das Jahr 2022: unter Gottes Segen!

Mit herzlichen Grüßen - Dekanin Ulrikke Laakmann  

Frohe Weihnachten nach ,Plan W`

„Wir haben es uns anders gewünscht, aber wir hatten rechtzeitig einen ,Plan W‘!“ berichtet Dekanin Ulrike Laakmann über die Vorbereitungen der Weihnachtsgottesdienste im Evangelischen Kirchenkreis. „Dabei können wir in diesem Jahr auf vielfältige Andachtsformen zurückgreifen, die sich im vergangenen Jahr, damals spontan und erstmals unter Pandemiebedingungen, schon gut bewährt haben. Oft unter freiem Himmel wurde unsere Gottesdienste häufig als sehr stimmig erlebt, denn auch die heilige Familie hatte beim ersten Weihnachten in Bethlehem ja auch keinen Raum in der Herberge“ schmunzelt die Dekanin. „Open air wird es an diesem Weihnachtsfest in fast allen Gemeinden geben – bitte achten Sie auf die Veröffentlichungen in den kirchlichen Nachrichten, auf homepages und vor Ort!“ 


Outdoor vor der Kirche oder einem Dorfgemeinschaftshaus, in vielen Gemeinden ,am Anger‘, Sport- und Spielplätzen oder in geeigneten Innenhöfen wird am Heiligen Abend zu den Weihnachtsandachten eingeladen -oft mit einem kurzen Krippenspiel verbunden. Auch ,Krippenwege‘ und (Germerode) werden gestaltet. Kerzen und Klappstühle markieren die nötigen Abstände, manchmal auch mit besonders ausgewiesenen ,Familieninseln‘. Es gilt Maskenpflicht – dafür darf aber in der Regel auch gesungen werden. Indoor finden die Gottesdienste, zumeist in den größeren Kirchen, am späten Abend unter „3-G“ oder „2-G“ bzw. „2-G+“-Kontrollen statt. „Die Kirchenvorstände haben sich die Hygienekonzepte sorgfältig und gut überlegt und je nach ihren Möglichkeiten lokal entschieden!“ betont Dekanin Laakmann. „Bitte denken Sie daran, für Gottesdienste in der Kirche ggf. Ihren Impfpass, den Genesungsnachweis oder ggf. auch noch einen aktuellen Schnelltest mitzubringen!“ Das gilt auch für Gottesdienste am 1.- und 2.Feiertag, in denen in einigen Gemeinden sogar zu Abendmahlsfeiern in besonderer Form eingeladen wird.


„Gottesdienste nach ,Plan W‘ brauchen noch mehr und andere Vorbereitung!“ bestätigt die Dekanin und dankt ausdrücklich allen, die sich beim Krippenspiel, musikalisch, ehren- und hauptamtlich für die weihnachtliche Hoffnungsbotschaft vom ,Licht im Dunkel‘ und ,Frieden auf Erden‘ engagieren. Und die gibt’s ebenfalls digital auf Youtube-Kanälen von Kooperationsräumen und Kirchenkreis https://www.kirchenkreis-werra-meissner.de/ und im Weihnachtsspecial bei Radio Rfm Rundfunk  Meißner https://radiorfm.de (Heiligabend um 17.05 Uhr, am Ersten Weihnachtsfeiertag um 16.05 Uhr, am Zweiten Weihnachtsfeiertag um 14.05 Uhr). Zum Jahreswechsel wird es ergänzend zu den analogen Präsenzgottesdiensten mit Pröpstin Wienold-Hocke eine Andacht auf dem youtube-Kanal des Kirchenkreises geben. 


Ulrike Laakmann, Dekanin – am 18.12.2021


Friedenslicht aus Bethlehem im Kirchenkreis

Das "Friedenslicht aus Bethlehem" hat am 3.Adventssonntag, begleitet von den Pfadfindern, den Kirchenkreis erreicht. In Sontra und Witzenhausen ist es bereits in ökumenischen Andachten begrüßt worden. Am 4.Adventssonntag wird es traditionell am Frau Holle-Teich auf dem Meißner verteilt. Der Waldgottesdienst an der Schwelle zur Weihnacht beginnt um 17.00 Uhr.


Pfarrer Janosz König ist der neue Pfarrer für Langenhain und Vierbach

Im Oktober wechselte Pfarrer Janosz König als Neuzugang aus dem Evangelischen Kirchenkreis Hersfeld Rothenburg in den Evangelischen Kirchenkreis Werra Meißner. Im Kirchspiel Oetmannshausen vertritt er bis 2026 den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer als Pfarrer in Langenhain und Vierbach. Janosz König wurde in Kirchheim-Bolanden in Rheinland-Pfalz geboren, wuchs aber am Niederrhein auf. Eigentlich wollte er als Jugendlicher Tierarzt werden, denn seine sportliche Liebe gilt den Pferden und dem Springreiten, doch er entschied sich schließlich für die Theologie.

„Geprägt bin ich von Hause aus durch die Nähe zum Reformator Calvin und den Heidelberger Katechismus“, sagt er. Sein Studium begann er in Bethel und musste dort gleich eine Hürde überwinden: Alle drei Sprachen galt es zunächst zu lernen, Latein, Griechisch und Hebräisch. Aber Janosz König meisterte diese Aufgabe und wechselte anschließend nach Münster und Marburg, wo er seine spätere Ehefrau kennenlernte, eine Hessin. So kam der junge Pfarrer über das Vikariat in Meringshausen bei Bad Arolsen und seine erste Stelle in Wildeck nach Nordhessen. „Ich bin sozusagen ein Beutehesse“, sagt er munter. Seine Frau, Annette König, ist Pfarrerin in Nentershausen, gemeinsam haben sie zwei drei und sechs Jahre alte Kinder. Zugleich hat der Pfarrer seine alte Leidenschaft aber noch nicht ganz abgelegt, denn er ist auch Vorsitzender des Reitvereins Richelsdorf.

Nach neun Jahren als Pfarrer in Wildeck suchte Janosz König jedoch neue Herausforderungen. Mehr als eine halbe Stelle möchte er nicht machen, um sich um seine Familie kümmern zu können. Deshalb war die Stelle in Langehain und Vierbach perfekt für ihn. In seiner Arbeit ist es ihm wichtig, nah bei den Menschen zu sein und gemeinsam mit seiner Gemeinde zu arbeiten. Während der Corona-Pandemie hat er verstärkt die Sozialen Netzwerke genutzt, um die Menschen über neuen Medien zu erreichen, etwa auf Facebook oder Instagram (@nahbeidenmenschen), oder er hat Video-Gottesdienste aufgezeichnet. „Viele Menschen sind der Kirche zwar noch verbunden, aber sie besuchen nicht mehr die Gottesdienste am Sonntag“, sagt er. Dennoch hat er auch immer Präsenz-Gottesdienste gefeiert, damit auch diejenigen Gemeindemitglieder, die nicht online unterwegs sind, ein Angebot bekommen.

Am ersten Advent um 18 Uhr werden in Langenhain auf dem Sportplatz die neuen Konfirmanden begrüßt. Anschließend feiert die Kirchengemeinde gemeinsam mit allen örtlichen Vereinen ein Grillfest. 


Musik macht Mut - EKKW-Benefizkonzerte im Werra-Meissner-Kreis

Mit dem Open-Air-Konzert "Bassissimo" wurde die landeskirchenweite Reihe der Benefizkonzerte für freischaffende Künstler*innen am 5.September durch den Bassisten Jürgen Orelly und Bezirkskantor Christopher Weik vor der Kirche in Hubenrode eröffnet. Am gleichen Abend wurde das Konzert nochmals vor der Liebfrauenkirche Witzenhausen musiziert.

Nach Benefizkonzerten im September wird am 3.Oktober in Wanfried zum Konzert des Blechbläserensembles um 19 Uhr eingeladen. "Saxophon und Orgel" gibt es am 30.Oktober um 18 Uhr mit Rolf Tinnefeld (Saxophon) und Susanne Voss (Klavier/Orgel) in der Ev. Kirche in Germerode. Am Samstag, d. 6.November präsentieren Instrumentalisten und Gesangssolisten aus Eschwege und Sontra aus ihrem Vesper-Programm Vokales und Instrumentales.

Der Eintritt ist frei; die Spenden werden zur Unterstützung soloselbständiger Musiker*innen verwendet (siehe auch Berichte)    

Engagierte Diskussion beim synodalen Studientag

Engagiert diskutierten über 60 Synodale aus allen Kooperationsräumen beim digitalen synodalen Studientag den ,Auftrag der Kirche' - gerade in dieser Zeit. Die Landessynode hat die Diskussion für alle Kirchenkreise angestoßen. Als Mitglied der landeskirchlichen Steuerungsgruppe erläuterte Pröpstin Wienold-Hocke die Aufgabenstellungen und nächste Schritte im landeskirchlichen Prozess. Erste Ideen und Anfragen wurden auf dem Studientag in Kleingruppen und im Plenum ausgetauscht - in den Kooperationsräumen soll das Gespräch noch weitergehen.    

Kirchenkreis unterzeichnet für Klimagerechtigkeit

Für den Kirchenkreis Werra-Meißner haben sich der Kirchenkreisvorstand und der Pfarrkonvent der Resolution zur Klimagerechtigkeit angeschlossen, die über 85 kirchliche Organisationen bundesweit unterstützen und zum 3.Ökumenischen Kirchentag vorgelegt haben. Auch "Churches for future aus Hessisch Lichtenau" und überhaupt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören zu den Unterzeichnenden.

Die Resolution fordert politisch Verantwortliche auf Bundes- und Landesebene dazu auf, Klimaschutz zum Maßstab des Handelns in allen Sektoren zu machen. Zugleich unterstreicht der Aufruf den Einsatz der Kirchen für mehr Klimagerechtigkeit sowie die Entschlossenheit, dazu selbst beizutragen. "Bei der Resolution allein kann es nicht bleiben!" teilte Dekanin Laakmann aus dem Kirchenkreisvorstand mit, "wir bitten den Umweltausschuss und die Gemeinden, weiter an konkreten Umsetzungen vor Ort zu überlegen!"          

Kreissynode verabschiedet Schutzkonzept vor sexualisierter Gewalt und unterstützt Resolution

Enttabuisierung ist die Voraussetzung für Prävention

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner beschließt das Konzept zum Schutz vor sexueller Gewalt nahezu einstimmig

Die zweite digitale Synode 2021 des Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner stand im Zeichen eines besonders sensiblen Themas, das viele der fast 100 Synodalen an diesem Abend aufgewühlt und auch erschüttert hat: Die Synode beschloss nahezu einstimmig, das Schutzkonzept der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen Waldeck zum Schutz vor sexualisierter Gewalt auf Ebene der Gemeinden im Kirchenkreis umzusetzen. Aufwühlend war vor allem, was die Experten und Expertinnen, die sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigen, aus ihrer Praxis zu berichten hatten, die damit die Dringlichkeit des Themas unterstrichen.

So erläuterte Jugenddiakonin Jennifer Grandt aus Witzenhausen Trends unter Jugendlichen wie etwa TG-Treffen, bei denen die Heranwachsende gegen Taschengeld Sex anböten. Oder dass Jugendliche über die Sozialen Netzwerke durchschnittlich bereits mit 14 Jahren das erste Mal mit harter Pornografie konfrontiert seien. Alexander Först, Jugendkoordinator der Polizei in Eschwege, berichtete von der zunehmenden Verbreitung von Kinderpornografie über das Internet. Birgit Reppmann vom Staatlichen Schulamt stellte fest, dass sexuelle Übergriffe in Schulen auch unter den Schülern stattfänden, während Eleanor Schellhase vom Jugendamt in ihrer täglichen Arbeit die Probleme im familiären Umfeld im Blick hat.

„Zur Prävention gehört auch die Enttabuisierung des Themas und die Sensibilisierung des Personals“, sagte Andrea Itter von der Kita-Fachberatung der Diakonie Hessen. Sonst könne man mit den Betroffenen gar nicht sprechen. In der Diskussion der Synodalen in Kleingruppen wurde anschließend deutlich, wie hoch der Informationsbedarf ist und wie wichtig es ist, dass die Anlaufstellen für professionelle Hilfe bekannt sind. Information und Schulung ist als ein Baustein des Schutzkonzepts, das im Kirchenkreis nun umgesetzt wird, bereits verankert, erklärte Prof. Dr. Thomas Zippert, landeskirchlicher Koordinator zum Thema sexualisierte Gewalt. Weitere Bausteine sind die Risikoanalyse, die Erstellung von Verhaltensnormen oder die Prüfung der Eignung aller Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen. 

Die EKD hat für Betroffene die telefonische Anlaufstelle.help eingerichtet, die unter Tel. 0800 5040 112 erreichbar ist. Zudem möchte sich die Kirche im Werra-Meißner-Kreis mit den bestehenden Hilfeangeboten, etwa der Beratungsstelle „Allerleirauh“ des Vereins Frauen für Frauen, in Zukunft noch stärker vernetzen. Auch die Aufarbeitung gemeldeter älterer Fälle müsse gefördert werden, sagte Pröpstin Katrin Wienold-Hocke und betonte in einer Videobotschaft: „Jeder einzelne Fall nötigt zum Handeln. Alleine lassen geht in einer Kirche der Nächstenliebe nicht!“

Geleitet wurde die digitale Synode souverän von Präses Ludger Arnold. Grüße sandten neben Jens Ritter, Präses der Kreissynode Mühlhausen, Landrat Stefan Reuss und per Video Propst Mart Jaanson aus Valga in Estland. Dekanin Ulrike Laakmann stellte der Zusammenkunft in ihrer Andacht Gedanken der Theopoetin Carola Moosbach voran, die in ihren Texten den Apell gab, auch in den dunkelsten Momenten in diesem seltsamen Leben „trotzdem wieder aufzustehen“. Die Dekanin erinnerte zudem an die zahlreichen und vor allem älteren Menschen, die durch die Pandemie im Kirchenkreis verstorben sind.

Schließlich stellte Torsten Möller die Arbeit des neuen Umweltausschuss des Kirchenkreises Werra-Meißner vor. Mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen die Synodalen eine Resolution, in der sie sich hinter die Kritik stellen, die im Werra-Meißner-Kreis an der geplanten Trassenführung der Starkstromtrasse SuedLink bereits geäußert wurde. Die Resolution betont aber darüber hinaus auch: „Die Kreissynode spricht sich für den dezentralen Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und für regionale Energie-Versorgungsstrukturen aus.“