Gebet und Spenden für Opfer der Flutkatastrophe

In diesen Tagen beten wir besonders für die Opfer der Flutkatastrophe - und für alle, die dort helfen: 

"Erschrocken und voller Mitgefühl sehen wir die Flutkatastrophe in unserer Nachbarschaft.


Wir bitten dich, Gott, sei bei den Menschen, die um ihre Angehörige trauern.

Heile die Verletzten. 

Die Vermissten lass gefunden werden. 

Gib Halt und Hoffnung denen, die ihr Hab und Gut im Schlamm verloren haben, deren Häuser zerstört sind. 


Wir danken dir für alle, die helfen.

Bewahre die, die andere retten und bergen, 

gib ihnen Ausdauer und Kraft.


Lass keine Zeit verloren gehen mit Spekulationen über Schuld. 

Mach uns wach, dass wir die Zeichen sehen und handeln, wenn Gefahr droht. 

Gib uns Einsicht in die Ursachen der Klimaveränderung.     

Lass uns schneller Konsequenzen ziehen. 


Du, unser Gott, stehst zu uns. Und wir stehen mit dir auf der Seite des Lebens." 


Für die konkrete Hilfe ruft die Diakonie Katastrophenhilfe zu Spenden auf, die den Menschen in den Flutgebieten beim Wiederaufbau helfen.


Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Evangelische Bank

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Hochwasserhilfe Deutschland

Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/



 

Eindrucksvolle Predigt von Bischöfin Dr. Beate Hofmann, 26.6.21

Die eindrucksvolle Predigt von Bischöfin Dr. Beate Hofmann anlässlich des Gottesdienstes auf dem Werdchen in Eschwege am 26.6.2021,

können Sie hier nachlesen.

Ermutigender Festgottesdienst mit Bischöfin auf dem Werdchen

"Mit der Seele singen" - einen besonderen musikalischen Festgottesdienst konnten über 300 Besuchende beim "Sommer auf dem Werdchen" mit Bischöfin Dr. Beate Hofmann, Prädikant Harald Nolte, stellv. Dekan Ralph Beyer und Dekanin Ulrike Laakmann feiern. BläserInnen und SängerInnen aus dem ganzen Kirchenkreis gestalteten den Gottesdienst unter der musikalischen Leitung von Kirchenmusikdirektorin Susanne Voss, Bezirkskantor Christopher Weik, Spezialkantor Andreas Batram, Kantorin Andreaa Groß, Maximilien Göllner und Landesposaunenwart Andreas Jahn. Bischöfin Dr. Hofmann hielt die engagierte und Mut machende Predigt. Mehr unter Berichte...


Gottesdienst im Grünen auf dem Hohen Meißner

Am 4. Juli soll sie wieder beginnen: Die Saison der Gottesdienste auf dem Hohen Meißner. Der Kirchenkreisvorstand und die mit der Vorbereitung der Gottesdienste im Grünen Betrauten freuen sich, dass die Gottesdienste unter Beachtung der dann geltenden Coronavorschriften möglich sind..

Es wäre hilfreich, wenn Sie sich Sitzgelegenheiten mitbrächten. Dann können auf jeden Fall notwendige Abstände zwischen den Gottesdienstteilnehmenden eingehalten werden.


Der Kirchenkreis Werra-Meißner lädt im Juli und August wie seit Jahrzehnten zu den Gottesdiensten im Grünen ein. An jedem Sonntag findet auf einer kleinen Lichtung gegenüber dem Berggasthof „Hoher Meißner“ in der Nähe der Sendemasten in beiden Sommermonaten um 14:30 Uhr ein Gottesdienst im Grünen statt, musikalisch umrahmt und begleitet von Posaunenchören und musikalischen Gruppen des Kirchenkreises. 

Bei schlechtem Wetter werden die Gottesdienste in der Dorfkirche in Hausen, unterhalb des Meißnerplateaus gefeiert.


Den Auftakt bildet ein Gottesdienst am 4. Juli um 14.30 Uhr mit Prädikant Hubert Hering aus Weißenbach und dem Posaunenchor Reichensachsen. 


Am Berggasthof stehen Parkplätze zur Verfügung.

Besucher, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, sollten an der NVV-Haltestelle

Berggasthof aussteigen. 

Die NVV Linie 290 von Hessisch Lichtenau und von Eschwege aus fährt diese Haltestellen an. Fahrplanauskunft NVV (kostenlos): (0800) 9390800 und auf der Internetseite des NVV (https://www.nvv.de/fileadmin/nvv/download/fahrplaene/290.pdf). Die Linie 290 fährt von Eschwege Stadtbahnhof über Weidenhausen, Abterode, Germerode, Vockerode zum Bergasthof und dann weiter über Velmeden und Walburg nach Hessisch Lichtenau. Das gleiche gilt in umgekehrter  Fahrtrichtung.

Engagierte Diskussion beim synodalen Studientag

Engagiert diskutierten über 60 Synodale aus allen Kooperationsräumen beim digitalen synodalen Studientag den ,Auftrag der Kirche' - gerade in dieser Zeit. Die Landessynode hat die Diskussion für alle Kirchenkreise angestoßen. Als Mitglied der landeskirchlichen Steuerungsgruppe erläuterte Pröpstin Wienold-Hocke die Aufgabenstellungen und nächste Schritte im landeskirchlichen Prozess. Erste Ideen und Anfragen wurden auf dem Studientag in Kleingruppen und im Plenum ausgetauscht - in den Kooperationsräumen soll das Gespräch noch weitergehen.    

Kirchenkreis unterzeichnet für Klimagerechtigkeit

Für den Kirchenkreis Werra-Meißner haben sich der Kirchenkreisvorstand und der Pfarrkonvent der Resolution zur Klimagerechtigkeit angeschlossen, die über 85 kirchliche Organisationen bundesweit unterstützen und zum 3.Ökumenischen Kirchentag vorgelegt haben. Auch "Churches for future aus Hessisch Lichtenau" und überhaupt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören zu den Unterzeichnenden.

Die Resolution fordert politisch Verantwortliche auf Bundes- und Landesebene dazu auf, Klimaschutz zum Maßstab des Handelns in allen Sektoren zu machen. Zugleich unterstreicht der Aufruf den Einsatz der Kirchen für mehr Klimagerechtigkeit sowie die Entschlossenheit, dazu selbst beizutragen. "Bei der Resolution allein kann es nicht bleiben!" teilte Dekanin Laakmann aus dem Kirchenkreisvorstand mit, "wir bitten den Umweltausschuss und die Gemeinden, weiter an konkreten Umsetzungen vor Ort zu überlegen!"          

Gebet für Indien

Zum Sonntag Rogate schließen wir uns dem weltweiten Gebet für Indien an

Resolution der Kreissynode zu , Südlink` vom 23.April 2021

Resolution der Synode des Kirchenkreises Werra–Meißner zur Höchstspannungsleitung (SuedLink)

Der Umweltausschuss des Kirchenkreises Werra–Meißner hat sich ausführlich mit den Argumenten der Befürworter und der Kritiker der geplanten Höchstspannungsleitung durch den Werra–Meißner–Kreis beschäftigt.

Auf der Kreissynode am 23.04.2021 wurde die folgende Resolution verabschiedet:

Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Werra–Meißner unterstützt

die vorgetragene Kritik an der von den Vorhabenträgern geplanten Trassenführung der Höchstspannungsleitung SuedLink in ihrem Abschnitt durch das Kreisgebiet des Werra–Meißner–Kreises.

Wir wenden uns damit an die Bundesnetzagentur, die die Stromtrasse im Auftrag der Bundesregierung plant.

Dabei lassen wir uns leiten von unserer Verantwortung für die uns von Gott anvertraute Schöpfung, diese zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren.

Im Werra-Meißner-Kreis sind vom Bundesamt für Naturschutz große Teile als Hotspot der Biodiversität (Nr.17) ausgewiesen. Die Naturraumwertigkeit ist hoch.

Die Kreissynode schließt sich den Stellungnahmen und fachlichen Gutachten an,

wie sie durch den Kreisausschuss des Werra-Meißner-Kreises vom 4.6.2019 und 30.4.2020

mit den entsprechenden Gutachten OECOS GmbH Hamburg vom 21.5.2019 und GOENIK GmbH, Kassel vom 10.5.2019, sowie von u.a. dem Kreisbauernverband und der BI Werra-Meißner gegen SuedLink ausführlich formuliert worden sind.

Diese zeigen deutlich die Gefahren auf, die mit der geplanten Trassenführung in einem ökologisch und hydrologisch sehr sensiblen Landschaftsraum für das Grundwasser, den Boden, die Flora, die Fauna und die Gesundheit der hier lebenden Menschen verbunden sind.

Vor dem Hintergrund der weitreichenden Bedeutung und langfristigen Auswirkungen der Entscheidungen bittet die Kreissynode um Berücksichtigung der in den Stellungnahmen vorgebrachten Argumente.

Im Falle der geplanten Höchstspannungsleitung bittet die Kreissynode um Prüfung und Auswahl der für das ökologische Gleichgewicht konfliktärmsten Alternative.

Zum Schutz der Menschen erwarten wir, dass bei der Trassenführung ein Mindestabstand von 500 m von der Wohnbebauung eingehalten wird. Besonderen Handlungsbedarf sehen wir z.B. in den Ortslagen Ringgau-Netra und Bad Sooden-Allendorf-Ellershausen.

Die Kreissynode spricht sich für den dezentralen Ausbau der Stromerzeugung

aus erneuerbaren Energien und für regionale Energie-Versorgungsstrukturen aus.

Diese sind umweltverträglicher und kosteneffizienter und haben dadurch auch eine positive Auswirkung auf die Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung.

Kreissynode verabschiedet Schutzkonzept vor sexualisierter Gewalt und unterstützt Resolution

Enttabuisierung ist die Voraussetzung für Prävention

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner beschließt das Konzept zum Schutz vor sexueller Gewalt nahezu einstimmig

Die zweite digitale Synode 2021 des Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner stand im Zeichen eines besonders sensiblen Themas, das viele der fast 100 Synodalen an diesem Abend aufgewühlt und auch erschüttert hat: Die Synode beschloss nahezu einstimmig, das Schutzkonzept der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen Waldeck zum Schutz vor sexualisierter Gewalt auf Ebene der Gemeinden im Kirchenkreis umzusetzen. Aufwühlend war vor allem, was die Experten und Expertinnen, die sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigen, aus ihrer Praxis zu berichten hatten, die damit die Dringlichkeit des Themas unterstrichen.

So erläuterte Jugenddiakonin Jennifer Grandt aus Witzenhausen Trends unter Jugendlichen wie etwa TG-Treffen, bei denen die Heranwachsende gegen Taschengeld Sex anböten. Oder dass Jugendliche über die Sozialen Netzwerke durchschnittlich bereits mit 14 Jahren das erste Mal mit harter Pornografie konfrontiert seien. Alexander Först, Jugendkoordinator der Polizei in Eschwege, berichtete von der zunehmenden Verbreitung von Kinderpornografie über das Internet. Birgit Reppmann vom Staatlichen Schulamt stellte fest, dass sexuelle Übergriffe in Schulen auch unter den Schülern stattfänden, während Eleanor Schellhase vom Jugendamt in ihrer täglichen Arbeit die Probleme im familiären Umfeld im Blick hat.

„Zur Prävention gehört auch die Enttabuisierung des Themas und die Sensibilisierung des Personals“, sagte Andrea Itter von der Kita-Fachberatung der Diakonie Hessen. Sonst könne man mit den Betroffenen gar nicht sprechen. In der Diskussion der Synodalen in Kleingruppen wurde anschließend deutlich, wie hoch der Informationsbedarf ist und wie wichtig es ist, dass die Anlaufstellen für professionelle Hilfe bekannt sind. Information und Schulung ist als ein Baustein des Schutzkonzepts, das im Kirchenkreis nun umgesetzt wird, bereits verankert, erklärte Prof. Dr. Thomas Zippert, landeskirchlicher Koordinator zum Thema sexualisierte Gewalt. Weitere Bausteine sind die Risikoanalyse, die Erstellung von Verhaltensnormen oder die Prüfung der Eignung aller Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen. 

Die EKD hat für Betroffene die telefonische Anlaufstelle.help eingerichtet, die unter Tel. 0800 5040 112 erreichbar ist. Zudem möchte sich die Kirche im Werra-Meißner-Kreis mit den bestehenden Hilfeangeboten, etwa der Beratungsstelle „Allerleirauh“ des Vereins Frauen für Frauen, in Zukunft noch stärker vernetzen. Auch die Aufarbeitung gemeldeter älterer Fälle müsse gefördert werden, sagte Pröpstin Katrin Wienold-Hocke und betonte in einer Videobotschaft: „Jeder einzelne Fall nötigt zum Handeln. Alleine lassen geht in einer Kirche der Nächstenliebe nicht!“

Geleitet wurde die digitale Synode souverän von Präses Ludger Arnold. Grüße sandten neben Jens Ritter, Präses der Kreissynode Mühlhausen, Landrat Stefan Reuss und per Video Propst Mart Jaanson aus Valga in Estland. Dekanin Ulrike Laakmann stellte der Zusammenkunft in ihrer Andacht Gedanken der Theopoetin Carola Moosbach voran, die in ihren Texten den Apell gab, auch in den dunkelsten Momenten in diesem seltsamen Leben „trotzdem wieder aufzustehen“. Die Dekanin erinnerte zudem an die zahlreichen und vor allem älteren Menschen, die durch die Pandemie im Kirchenkreis verstorben sind.

Schließlich stellte Torsten Möller die Arbeit des neuen Umweltausschuss des Kirchenkreises Werra-Meißner vor. Mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen die Synodalen eine Resolution, in der sie sich hinter die Kritik stellen, die im Werra-Meißner-Kreis an der geplanten Trassenführung der Starkstromtrasse SuedLink bereits geäußert wurde. Die Resolution betont aber darüber hinaus auch: „Die Kreissynode spricht sich für den dezentralen Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und für regionale Energie-Versorgungsstrukturen aus.“