Frohe Ostern - digital

Osterandachten, Gottesdienste und andere Osterüberraschungen gibt es in unserem Kirchenkreis auch digital!

Eine besondere Ostersendung "Wann, wenn nicht jetzt!?" ist bei Radio RFM ("Rundfunk Meißner - auf DAB+) am Ostersonntag um 6.05 Uhr, um 9.05 Uhr und um 16.05 Uhr zu hören. Am Ostermontag wird sie nochmals um 11.05 Uhr und um 17 Uhr gesendet.

Auf dem Kirchenkreis-Kanal bei Youtube (auch hier auf der homepage beim Impressum zu finden) wird seit Gründonnerstag ein Osterspiel der Jugendgruppe Allendorf gezeigt. Auch der Kreuzweg der Jugend aus Eschwege, ein Konzert zum Karfreitag aus Allendorf und die Osternacht aus Sontra sind dort zu finden. Einen österlichen Spaziergang über den Friedhof wird es am Sonntag nach Ostern ("Quasimodogeniti" - wie neu geboren...) dort geben. Wir wünschen auf allen Kanälen: frohe Ostern!

  


Gottesdienste zur Karwoche und zu Ostern - und Glockenläuten am Ostersonntag

Im Evangelischen Kirchenkreis wird es in der Karwoche und an den Ostertagen ein vielfältiges Gottesdienstangebot geben, so wie es sich während der Pandemie und auch zu anderen kirchenjahreszeitliche Hoch-Zeiten bewährt hat: digital z.B. in verschiedenen Kooperationsräumen und auf dem Youtube-Kanal des Kirchenkreises (als Osterspiel und Osternacht) oder verschiedener Kooperationsräume (z.B. in Bad Sooden-Allendorf oder Hessisch Lichtenau), bei Rundfunk Meißner/Radio RFM (am Ostersonntag um 6.05 Uhr, um 9.05 Uhr und um 16.05 Uhr, am Ostermontag um 11.05 und um 17.05), als Printausgabe „in der Tüte“, outdoor als Stationenweg z.B. als Kreuzweg am Karfreitag,  früh am Ostermorgen oder am Ostermontag und auch als Präsenzgottesdienst, oft mit Voranmeldung, in den Kirchen, die das aufgrund ihres Raumkonzeptes ermöglichen. Immer unter Abstandsgebot, mit Maske und ohne Gemeindegesang – aber von kleinen Musik-Ensembles engagiert gestaltet. Besondere musikalische Angebote z.B. am Karfreitag gibt es auch ( um 17 Uhr in der Liebfrauenkirche Witzenhausen mit Chören der Johannespassion).  Die Kirchenvorstände entscheiden in ihrer Verantwortung sehr sorgfältig und mit Blick auf Inzidenzzahlen und Hygienekonzepte, ob Präsenzgottesdienste gefeiert werden können. So hat es sich bewährt – und so können wir Hoffnung, Trost und Kraft des christlichen Glaubens mit Osterfreude weitergeben: „Christ ist erstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!“ 

Alle Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sind eingeladen, am Ostersonntag von 12 Uhr bis 12.10 Uhr mit vollem Glockengeläut auch ein akustisches Hoffnungszeichen zu setzen.

Worauf bauen wir? - Weltgebetstag aus Vanuatu

Weltgebetstag von Frauen des pazifischen Inselstaats Vanuatu am 5.März 2021

„Worauf bauen wir?“, ist das Motto des Weltgebetstags, der auch in diesem besonderen ,Corona-Jahr‘ weltweit am ersten Freitag im März (5.März) und diesmal nach einem Vorschlag  aus Vanuatu gefeiert wird. „Worauf bauen wir?“ - das Motto bezieht sich auf das biblische Gleichnis vom Hausbau: Felsenfester Grund für alles Handeln sollten Jesu Worte sein. Dazu wollen die Frauen aus Vanuatu in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021 auch in stürmischen Zeiten ermutigen. 

Stürmische Zeiten erleben die ,Ni-Vanuatu‘ , rund 300.000 Bewohnende des Inselstaates im pazifischen Ozean, nur zu oft: wie kein anderes Land sind sie vom Klimawandel betroffen. Tropische Wirbelstürme und steigender Meeresspiegel greifen das ,kleine Paradies‘ immer mehr an. Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag hat das Land auf Schadenersatz für die Kosten der Klimaschäden geklagt; mit einem rigorosen Plastikverbot reagiert Vanuatu selbst auf die gefährlichen Umweltbelastungen. 

Ein ,spannendes‘ Land rangiert auf dem globalen ,Happy Planet Index‘ unter den fünf glücklichsten Ländern, obwohl die Situation der Frauen oft sehr unglücklich ist, wie eine Studie zur Gewalt gegen Frauen in Vanuatu gezeigt hat. Im Parlament des Landes, das 1980 als Republik gegründet worden ist, ist zudem immer noch keine Frau zu finden. Und doch lassen sich die Frauen aus Vanuatu den Mut nicht nehmen: „Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit. Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament – wie der kluge Mensch im biblischen Text. Unser Handeln ist entscheidend“, sagen sie in ihrem Gottesdienst. 

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit - auch auf Vanuatu. 

Auf dem You-Tube-Kanal des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner wird es am 7.März von Pfarrerin Jennifer Keomanee eine Andacht zum ,Weltgebetstag‘ geben. 




Zu Andachten und Aktionen zum Weltgebetstag, selbstverständlich unter den besonderen -Corona-Schutzkonzepten laden ein: 

Kirchspiel Altenburschla Sonntag, 20.06.2021 – 17.00 Uhr 

Unter freiem Himmel im Kirchgarten Altenburschla


Wanfried Sonntag, 07.03.2021 – 17.00 Uhr ökumenischer GD in St. Nikolaus (Kath. Kirche Wanfried)

Kirchspiel Herleshausen-Nesselröden Freitag, 05.03.2021 – Gebet und kurze Andacht an der frischen Luft

15.00 Uhr – vor der Kirche Nesselröden

17.00 Uhr – vor der Kirche Archfeld

19.00 Uhr – vor der Burgkirche Herleshausen

Kirchspiel Netra Freitag, 05.03.2021 - jeweils kurze Andachten

18.30 Uhr – in Grandenborn, Kirche

19.30 Uhr – in Renda, Kirche

Samstag, 06.03.2021

18.00 Uhr – in Netra, Kirche

Kirchspiel Witzenhausen mit Neuseesen und Werleshausen Freitag, 05.03.2021 – Gottesdienst

18.30 Uhr – in der Liebfrauenkirche


Digitale Frühjahrssynode zu Taufe und Vielfalt


Moderne Vielfalt in der Taufe abgebildet

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner begrüßt den Paradigmenwechsel in der neuen Taufagende

Im Mittelpunkt der Winter-Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner stand die Einschätzung zum Entwurf der neuen Taufagende der Landeskirche. Fast 50 Jahre nach ihrem Erlass will die neue Taufagende der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck die Vielfalt der modernen Lebenswelten mit abbilden. Als Mitglied der Liturgischen Kammer war Dekanin Ulrike Laakmann an der Entstehung des Entwurfs beteiligt und präsentierte diesen den 100 Synodalen der ersten rein digitalen Kreissynode.

„Die Erwartung an die Taufe hat sich seit 1972 verändert“, sagte Ulrike Laakmann. „Es werden heute nicht allein Säuglinge getauft, sondern immer öfter auch ältere Kinder, Konfirmanden oder Erwachsene.“ Auch die Lebenssituation der Familien, von der klassischen Familie, über Patchwork-Familien bis hin zu Alleinerziehenden, hätten sich erweitert. Das neue Regelwerk öffne sich deshalb für verschiedene Formen. Neben der klassischen Taufe im Gottesdienst am Sonntag nach dem Kirchenjahr, gibt es nun Vorschläge zur Liturgie von sonntäglichen Themengottesdiensten, der Taufe im kleineren Kreis auch am Samstag oder als Tauffest an anderen Orten. Als „Taufzeugen“ sollen auch nicht konfessionelle Teilnehmer in die Feier integriert werden können.

Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost stellte die Einschätzung des Arbeitskreises des Kirchenkreises zu Taufagende vor und begrüßte dabei ausdrücklich den Paradigmenwechsel hin zu mehr Vielfalt. „Die neue Taufagende lässt Freiraum für liturgisches Handeln, das ist gut“, sagte sie. Aber sie warnte auch: „Zu viele Wünsche können dazu verführen, es allen recht machen zu wollen.“ Kritisch sieht der Arbeitskreis die Einführung der Taufzeugen, diese könnten die Funktion des Taufpaten-Amts untergraben. In der Diskussion, moderiert von Präses Ludger Arnold, wurde Kritik und Zuspruch abgewogen und die Vorschläge der Synodalen in die gemeinsame Einschätzung des Kirchenkreises eingearbeitet.

Die Synodalen begrüßten außerdem die Aktion „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“. Entsprechende Schilder sollen künftig an den Türen von Kirchen und Gemeindehäusern hängen. Mit großer Mehrheit unterstützte die Synode auch die Arbeit der Hilfsorganisation Lesvos Solidarity. „Viele von uns waren schockiert von den Bildern aus den Lagern in Griechenland und Bosnien“, sagte die Dekanin. Die Synode sendet einen eindringlichen Appell an Kanzlerin Merkel zur Aufnahme der in Europa gestrandeten Flüchtlinge. Schließlich stellte Pfarrer Rolf Hocke den Neubau der Kirche in der indischen Partnerschaft in Bellary vor.

Auch an der digitalen Synode nahmen Gäste Teil, etwa Pröpstin Katrin Wienold-Hocke oder der katholische Amtskollege, Pfarrer Mario Lukes. Superintendent Andreas Piontek aus dem Partner-Kirchenkreis Mühlhausen überraschte die Synodalen mit einer Video-Botschaft aus dem Thomas Müntzer-Haus. 


Soviel du brauchst - landeskirchliche Fastenaktion für Klimaschutz im Kirchenkreis WMK


„So viel du brauchst… - Schöpfung bewahren. Neues ausprobieren. Gemeinsam etwas verändern“ – Evangelische Kirche von Kurhessen Waldeck lädt zum Klimafasten in der Passionszeit ein 

Auch unter den Bedingungen der Pandemie regt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck an, die Passionszeit vor Ostern bewusst zu begehen. „Wir laden Sie ein, in den sieben Wochen in der Passionszeit zu erkunden, was für ein gutes Leben im Einklang mit der Schöpfung wichtig ist“ heißt es dazu in der kleinen Broschüre, die in manchen Kirchen jetzt ausliegt. 7 Wochen – 7 Themen, wichtige Informationen und praktische Tipps: es geht um den ,Wasserabdruck‘, sparsames Heizen, vegetarische Ernährung, bewusstes „Digital-Sein“, einfaches Leben, anders unterwegs sein und ,Neues Wachsen lassen‘. Unter www.klimafasten.de sind weitere Anregung zur Gestaltung des Klimafastens zu finden.

Auch in den Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises gibt es zur landeskirchliche Aktion besondere Angebote – nachzufragen in den Pfarrämtern, ausgelegt z.B. in den Kirchen von Datterode und Röhrda oder als wöchentliche digitale Kooperationsveranstaltung in Witzenhausen (Weitere Infos unter www.witzenhausen2030.de und www.corvinushaus.de). 

„Als Christen und Christinnen geht es uns in der Passionszeit vor Ostern um das Leiden – auch das Leiden der bedrohten Schöpfung. Und: um die Hoffnung, die Leid überwinden und Leben verändern kann“ erläutert Dekanin Laakmann. „Es geht um das, was wir mittun können – und das hat auch damit zu tun, wie wir mit unserer Welt umgehen. Ausnutzen oder nutzen? „So viel du brauchst….“ (Februar 2021)



Danke, Eschwege - Festliche Kircheneinweihung im indischen Ravihal

Groß war die Freude in Ravihal am 18. Januar 2021: Endlich konnte die neue Kirche eingeweiht und auch gleich wieder Konfirmation gefeiert werden. Die alte Dorfkirche aus den 30er Jahren war über die Jahre baufällig geworden. Die Decke und eine der Seitenwände waren eingestürzt. Jahrelang war man danach gezwungen zu improvisieren: Weihnachten im gemieteten bunten Partyzelt bei sommerlichen Temperaturen in der Kirchenruine hat durchaus was und ist sogar auch was fürs Auge, ist aber nichts auf Dauer. Schon gar nicht für die Zeit um Ostern mit Temperaturen von 45° Celsius und mehr. Da sind solide Wände mit kleinen Fenstern angebracht. Die helfen, die Hitze draußen zu halten.


2015 hatte Bischof Ravikumar Niranjan den damaligen Kirchenkreis Eschwege (seit 2020 mit dem Kirchenkreis Witzenhausen zum Kirchenkreis Werra-Meißner vereinigt) um Unterstützung bei der Anschubfinanzierung dieses Kirchenbauprojektes im Eschweger Partnerbezirk Bellary/heute Ballari gebeten. Von 1993 bis 2000 hatte er als Ökumenischer Mitarbeiter in Waldkappel gelebt und von hier aus auch weit über den Kirchenkreis hinaus als indischer Pfarrer im Dienst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gearbeitet. Nur zu gern wurde diese Bitte vom Eschweger Indienpartnerschaftskreis aufgegriffen, und durch Spenden und Kollekten z.B. bei der Kreissynode konnten sehr bald schon 5.000 € an die Diözese Karnataka Nord der Kirche von Südindien überwiesen werden. Bei den damals veranschlagten Gesamtkosten von 25.000 € war das „ganz ordentlich“. Die Ortsgemeinde engagierte sich bei zahlreichen Eigenleistungs-Aktionstagen - vom Abriss der alten Kirchenruine bis zu den allerletzten Handgriffen bei der Festvorbereitung, und Reverend Punnappa Bandi dokumentierte den Fortgang der Arbeiten mit zahlreichen Photos.  Zum Fest am 18. Januar gab es aber nicht bloß Baugruben, gegossene Betonpfeiler, frisch verlegte elektrische Leitungen und halsbrecherisch konstruierte Bambus-Gerüste für dieses und jenes zu bestaunen. Auch nicht bloß blitzblankpolierten Steinfußboden, sondern eine aus nah und fern herbeigeströmte Festgemeinde, die jetzt nicht mehr, wie zuletzt auf dem nackten Estrich, sondern auf dem schönen Fußboden sitzt. Kirchenbänke? Nebensache! Hauptsache schön kühl von unten! Und alles so schön neu und sauber und einladend!

2019 hatte die Werra-Rundschau über den Besuch einer Delegation aus dem Kirchenkreis Eschwege in Ravihal berichtet. Da standen gerade mal die Außenwände der neuen Kirche. Jetzt steht über dem Altar an der Decke Vers 6 aus Psalm 95: >Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.< Das haben sich nicht bloß die 56 Konfirmandinnen und Konfirmanden nicht zweimal sagen lassen: das „Banniri!“/„Kommet!“, das uns aus manchem unserer Weihnachtslieder vertraut ist, ließ eine unübersehbare Menschenmenge herbeiströmen. Dabei ist die Corona-Infektionsrate gerade im nördlichen Karnataka alarmierend …


Zum Fest gab es ein weiteres kleines Geldgeschenk aus den Indien-Rücklagen des Kirchenkreises, ergänzt durch neue Einzelspenden. Und davon kaufte Reverend Paul Shindhe (bis vor Kurzem Pfarrer in Zennern bei Fritzlar) im Auftrag des Kirchenkreises Werra-Meißner nicht bloß ein Keyboard, sondern weil der Wechselkurs gerade so günstig stand, dazu auch das benötigte Congo Drum Set, ein Tamburin und ein Paar Zimbeln für die Rhythmusgruppe. Coronabedingt war zwar Gemeindegesang noch nicht möglich, lediglich Solovorträge, aber wie sehr sich die Christen in Ravihal über dieses unerwartete Geschenk gefreut haben, zeigt der nette Einfall mit dem DANKE ESCHWEGE - Schild in kanaresischer und deutscher Sprache.


Bischof Niranjan hatte sich für die Gemeinde in Ravihal eine besondere Überraschung einfallen lassen. Ihre Kirche heißt von jetzt an DIVYA SHANTHI Devaalaya - GOTTES FRIEDEN-Kirche.

Und mit dem vorangestellten Zitat in den 4 Hauptsprachen der Kirche von Südindien (Kannada, Telugu, Malayalam und Tamil) verweise ich auf den Chorus des indischen Liedes im Hessischen Anhang zum Evangelischen Gesangbuch EG KW 626
„Freude, die überfließt, Freude, die überfließt, Freude, die über-überfließt …“ Denn: „Groß war die Freude in Ravihal am 18. Januar 2021“ - und nicht nur dort!