Der Kirchenkreis Werra – Meißner

Im Nordosten der Ev. Kirche von Kurhessen – Waldeck rund um den Meißner in der Mittelgebirgslandschaft entlang der Werra liegt der Kirchenkreis Werra – Meißner, der landschaftlich reizvoll durch seine vielen kleinen Fachwerkdörfer mit ihren landwirtschaftlichen Flächen und einem großen Waldreichtum.

Entlang der Werra grenzt er im Osten an den Partnerkirchenkreis Mühlhausen der Ev. Kirche in Mitte Deutschland ( EKM ) und im Norden an den Kirchenkreis Göttingen der Ev. Landeskirche von Hannover.


Am 01.01.2020 ist der Kirchenkreis Werra – Meißner durch die Fusion der beiden Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen entstanden. Diese waren bis zur Gebietsreform 1974 nahezu identisch  mit den beiden gleichnamigen Landkreisen und das ist nun  - veranlasst durch den Reformprozess der Landeskirche – auch wieder der Fall. Auch deshalb entschied sich die Planungsgruppe zur Vorbereitung der Fusion für diesen Namen, was durch die beiden Kreissynoden mit großer Mehrheit angenommen wurde. Insgesamt wurde die Fusion am Ende der Vorbereitungsphase von einer sehr großen Mehrheit akzeptiert und ganz viele bemühen sich in  allen Arbeitsbereichen das kirchliche Leben in diesem neuen Kirchenkreis lebendig zu gestalten.


Im Kirchenkreis Werra – Meißner leben  knapp 60 000 evangelische Christen, was einem Anteil von rund 60 % an der Gesamtbevölkerung entspricht. Er hat eine Fläche von 1000    Quadratkilometern und erstreckt sich vom Neu – Eichenberger Ortsteil Hebenshausen im Norden bis nach Herleshausen im Süden über rund 60 km und von Hitzerode im Osten bis nach Retterode  im Westen über rund 30 km. Diese nüchternen Zahlen machen die Herausforderungen deutlich, vor die alle gestellt sind, die übergemeindlich Verantwortung tragen. Doch in der Vorbereitung der Fusion hat sich gezeigt, dass diese mit Kreativität und Rücksichtnahme gemeistert werden können.


Charakteristisch für unseren Kirchenkreis ist seine kleinteilige Struktur. Neben der Kreisstadt Eschwege gibt es noch die Unterzentren Sontra, Hessisch – Lichtenau, Bad Sooden – Allendorf und die ehemalige Kreisstadt Witzenhausen mit insgesamt 116 Kirchengemeinden. Fast jedes Dorf   eine eigene Kirche, die meist dorfbildprägend sind. 137 Kirchengebäude stehen im Kirchenkreis. Die älteste von ihnen ist die mittelalterliche Klosterkirche in Germerode und fast alle Kirchenbauepochen haben ihre Spuren hinterlassen und so sind die Kirchen ein reichhaltiges historisches Erbe, um das sich viele Interessierte bemühen. Um diese Arbeit zu unterstützen,  besitzt der Kirchenkreis eine eigene Kirchenerhaltungsstiftung.


Um vermehrt zur Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden in den Regionen zu kommen und Kirche in ihrer Vielfältigkeit weiterhin erfahrbar werden zu lassen, wurden

nach landeskirchlichen Vorgaben 12 Kooperationsräume gebildet. In gemeinsamen Gottesdiensten und anderen Arbeitsfeldern können besondere Stärken miteinander genutzt werden und sich im Zusammenspiel kreativ entfalten. Angebote der JUGENDARBEIT und der KIRCHENMUSIK haben in einzelnen Gemeinden ihre Schwerpunkte, sind daneben aber auch auf Kirchenkreisebene vernetzt. Das REGIONALE DIAKONISCHE WERK ist verantwortlich für den Arbeitsschwerpunkt Diakonie. Besonders wichtig ist uns im Kirchenkreis aber auch die OEKUMENE, hier gibt es neben der nachbarschaftlichen Partnerschaft mit Mühlhausen Partnerschaften mit Indien, Kamerun und Estland.